Vom 26. bis 27. Oktober veranstaltete die Gesamtjugendfeuerwehr Wendelstein ihre erste gemeinsame 24-Stunden-Übung. Für diese große Veranstaltung zogen die Jugendlichen für einen kompletten Tag in das Feuerwehrgerätehaus in Wendelstein ein und erlebten, wie bei der Berufsfeuerwehr, einen geregelten Ablauf. Dieser war voll von theoretischen und praktischen Fortbildungen, welche vom Organisationsteam gehalten wurden. Es wurde zusammen gegessen und natürlich haben die Jugendlichen die Zeit sich besser kennengelernt, um den Teamgeist zu stärken. Der geregelte Tagesablauf wird dabei sofort unterbrochen, wenn Übungseinsätze kommen.

So hieß es also für 20 Jugendliche um 9 Uhr Samstagmorgens „BF go!“ Nach einer kurzen Begrüßung durch Gesamtjugendwart Jörg Felßner ging es sofort mit der Fahrzeugeinteilung los.

Nachdem jeder wusste, mit welchem Fahrzeug er in einem möglichen Einsatzfall mitfährt, gab es für die Jugendlichen einen Frühstücksbrunch und eine kleinen Fahrzeugkunde am jeweiligen Fahrzeug.

Kurz nach dem Frühstück gab es schon den ersten Einsatz – Ölspur in Kleinschwarzenlohe. Die Jugendlichen meisterten ihren ersten Einsatz gekonnt ohne Probleme. Nach gut 20 Minuten konnte somit im Gerätehaus die erste Übung stattfinden. Thema war die richtige Bedienung und der Umgang mit Brandmeldeanlagen (BMA) und Brandmeldezentralen (BMZ).

Dieses Wissen sollten Sie anschließend unter Beweis stellen. Kurz nach der Theorieeinheit „Anlagentechnischer Brandschutz“ ertönte wieder das Alarmsignal. In der Grundschule in Wendelstein ist in der Brandmeldeanlage ein Alarm eingegangen. Nachdem dieses geortet war, stellte sich heraus, dass dieses von einem defekten Rauchmelder ausgegangen war.

Nachdem die Jugendlichen wieder im Gerätehaus einrückten und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt war, ging es im Programm weiter mit einer kleinen Schulung in Bezug der Fahrzeug- und Gerätekunde am HLF 20/16 aus Wendelstein und am TLF 16/45 aus Großschwarzenlohe.

So lernten die Floriansjünger auch Fahrzeuge kennen, die man nicht alle Tage zu Gesicht bekommt. Nachdem diese Übung abgeschlossen war, wurde den Jugendlichen in einer kleinen Schauübung demonstriert, wie Wasser auf brennendes Fett oder Magnesium reagiert.

Gegen 18 Uhr ertönte der „Piepser“ erneut. Mit der Alarmmeldung „Rauchentwicklung im Obergeschoss im Neuen Rathaus in Wendelstein“ machte sich fast der komplette Löschzug mit Martinshorn und Blaulicht auf in Richtung Einsatzstelle. Mit Atemschutz rückte man in das verrauchte Gebäude ein um verletzte Personen zu retten. Mit vielen C-Rohren und einschließlich Drehleiter wurde der Brand gelöscht.

Nach Beendigung des Einsatzes gab es Abendessen. Wie üblich bei der Berufsfeuerwehr wurde danach auch der Dienstsport in Form eines Fußballspiels abgehalten. Das Spiel wurde jedoch nicht durch ein übles Foul einer Mannschaft unterbrochen, sondern vom nächsten Einsatzsignal.

Diesmal ging es zum Jägersee bei Röthenbach. In der Meldung hieß es, dass es in diesem Gebiet zwei vermisste Personen gibt. Da sich das Gelände über eine große Distanz erstreckt wurden in Erkundungstruppen nach den Personen gesucht.  Schnell wurden beide Personen im Jägersee entdeckt. Nachdem sich die eine verwirrte Person selbst retten konnte, konzentrierte sich alles auf die Rettung der zweiten Person. Mit vereinten Kräften gelang es den Jugendlichen den Verunfallten aus dem Wasser zu retten. Nachdem sich die letzten Erkundungstrupps zurückgemeldet hatten, wurde wieder ins Gerätehaus eingerückt.

Während sich nun einige zur Nachtruhe begaben, nahmen manche den unterbrochenen Dienstsport wieder auf bis nachts um 1:00 Uhr. Alarm! Brand auf einer Gewerbefläche in Großschwarzenlohe. Kurze Zeit nach Eintreffen am Einsatzort stellte sich heraus, dass Personen vermisst gemeldet sind. Während diese gefunden und rasch versorgt wurden, wurde das Feuer unter Kontrolle gebracht.

Wieder im Feuerwehrhaus war Nachtruhe angesagt und die Jugendliche fielen in ihre Betten.
Allerdings wurden die Jugendfeuerwehrler nachts um ca. 5:30 wieder unsanft aus ihrem Schlaf gerissen. Einsatz! Schwerer Verkehrsunfall in der Bogenstraße in Röthenbach mit eingeklemmten Personen.
Trotz der noch etwas müden Einsatzkräften konnte man schnell mit hydraulischer Schere und Spreizer die verletzen Personen aus den Fahrzeugwracks retten.

Unmittelbar nach dem letzten Einsatz gab es Frühstück und anschließend danach wurden die Einsatzfahrzeuge für die nächste Schicht noch einmal kontrolliert und geputzt.

Nach über 24 Stunden am Stück Feuerwehr zogen die Jugendlichen und Betreuer Fazit: Es war ein großer Erfolg!
Neue Kenntnisse wurden vermittelt, es gab Abwechslung pur und die Kameradschaft kam nicht zu kurz.

Kurz: Allen hat es Spaß gemacht und freuen sich schon wieder auf eine mögliche Fortsetzung im nächsten Jahr.

Ein großes Danke möchte ich nun allen Organisatoren, Jugendwarten, Jugendbetreuern und Leuten, die sich das ein oder andere Mal als „Opfer“ zur Verfügung stellten aussprechen. Ohne euren Tatendrang und eure Motivation ist ein 24 Stunden Tag nicht zu meistern.

Für die Gesamtjugendfeuer Wendelstein,
Christian Schröppel
Jugendsprecher JF Röthenbach St. W

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