Am 27. September trafen sich die Jugendlichen aus den Wehren Wendelstein, Großschwarzenlohe, Kleinschwarzenlohe, Sperberslohe und Röthenbach b. St. W. im Wendelsteiner Gerätehaus, um gemeinsam als Gesamtjugend den Tag einer Berufsfeuerwehr nachzuerleben. Durch den Tag führte ein Programm von Unterrichten und Übungen, welches immer wieder von nicht angekündigten Übungseinsätzen unterbrochen wurde, bei denen die Retter der Zukunft bewiesen, dass sie das Gelernte gut umsetzen konnten.

Um das Zusammengehörigkeitsbewusstsein zu stärken, wurden die Jugendlichen aus den verschiedenen Ortsteilen zu Beginn in zwei Gruppen bunt gemischt. Zwei Jugendfeuerwehrler übernahmen die verantwortungsvolle Aufgabe des Gruppenführers. Nach der Einteilung machte man sich mit den Fahrzeugen vertraut, mit denen man ausrücken würde. Natürlich standen die Erwachsenen mit Rat und Tat zur Seite. Nachdem man sich mit einem Frühstück gestärkt hatte, begannen die ersten Unterrichte. Während eine Gruppe von Tina und dem Groß‘loher Jugendwart u.a. das Vorgehen bei Schock erklärt bekam und sich bei der stabilen Seitenlage praktisch betätigen konnte, bekam die jeweils andere Gruppe von Tilo die Möglichkeiten verschiedener Löschmittel und Kleinlöschgeräte gezeigt. Hierbei wurde auch vorgeführt, was passiert, wenn man sich bei einem Fettbrand für das falsche Löschmittel (Wasser) entscheidet. Nach der Mittagspause musste man dann zum ersten Mal ausrücken. Auf dem ehemaligen Wicklein-Gelände in Röthenbach war es auf einem Dachvorsprung zum Brand eines „Teerkochers“ gekommen. Routiniert rückten die Mädchen und Jungen dem Feuer zu Leibe. Direkt von der Einsatzstelle wurde ein Löschgruppenfahrzeug zu einem Unfall zwischen einem PKW und einer Radlerin in die Tiefentalstraße gerufen. Die Erste Hilfe-Kenntnisse konnte so sofort in die Praxis umgesetzt werden. Außerdem musste der aufgebrachte Autofahrer beruhigt werden. Nach dem Einrücken konnte es mit Ausbildung weitergehen. An einer Station bekamen die Jugendlichen die Geräte zur technischen Hilfeleistung gezeigt und erklärt, die auf dem Wendelsteiner Hilfeleistungslöschfahrzeug und dem Gerätewagen zu finden sind. Bei der anderen Station stellte Christian die Röthenbacher Beleuchtungseinheit und deren Anhänger vor. Danach durften die Powermoons aufgebaut werden. Unterbrochen wurde man von der Meldung, dass ein Gartenhaus in Kleinschwarzenlohe brennen würde. Während eine Hälfte löschte, bauten die anderen die Wasserversorgung vom nächsten Hydranten auf. Auch bei diesem Übungseinsatz musste ein Verletzter versorgt werden. Nachdem die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden, gab es das Abendessen und Freizeit. Doch diese währte nicht lange, denn schon nach nicht einmal einer Stunde rückte die Gesamtjugend zum Bauhof aus, wo eine Puppe unter einer circa 250kg-schweren Kabeltrommel eingeklemmt war. Auch dieser „Einsatz“ wurde von den Jugendlichen ruhig und besonnen abgearbeitet. Mit den Powermoons wurde die Örtlichkeit taghell ausgeleuchtet und mittels hydraulischer Heber konnte der Eingeklemmte schnell gerettet werden. Um 23 Uhr kehrte dann langsam Ruhe im Gerätehaus ein. Die war aber spätestens um kurz vor 5 Uhr morgens beendet, als ein Löschgruppenfahrzeug nach Großschwarzenlohe fuhr, um eine Katze von einem Baum zu retten und die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges einem Arbeiter zur Hilfe eilte, der sich mit seinem Pulli in einer Maschine verfangen hatte. Danach war es nicht mehr lange hin, bis zum Frühstück und dem großen Reinemachen. Um 10 Uhr konnten schließlich alle erschöpft aber auch zufrieden den Heimweg antreten. Alle, Jugendliche und Betreuer, waren sich sicher, dass es ein gelungenes Wochenende war, das man auf jeden Fall wiederholen möchte.

Unser Dank gebührt den Verantwortlichen, Organisatoren, Übungsvorbereitern, dem Feldküchenteam und allen die zum Gelingen beigetragen haben. Danke auch an die FF Wendelstein für das tolle Bildmaterial.

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