Hoch hinaus ging es für die Jugendfeuerwehr und die Jungaktiven der Röthenbacher Feuerwehr Anfang Mai, denn man übte mit dem Gerätesatz Absturzsicherung.

Seit fünf Jahren verfügt die Feuerwehr Röthenbach über den Gerätesatz Absturzsicherung, der von der örtlichen Höhensicherungsgruppe fleißig beübt wird. Der Gerätesatz wird dann benötigt, wenn im absturzgefährdeten Bereich, wie beispielsweise auf Dächern oder an Gerüsten, gearbeitet werden muss.

Am ersten Abend stellte der Chef der HöSi-Gruppe, Robert Braun, das vorhandene Material, wie die Kernmantel-Dynamikseile, die Auffanggurte, verschiedene Karabiner und Bandschlingen, vor. Eingegangen wurde auch auf den Unterschied von „Halten“ und „Auffangen“. Bei „Halten“ handelt es sich um das Sichern einer Person, mit dem Ziel ein Abstürzen auszuschließen. Dabei wird die Leine immer straff auf Zug gehalten. Die Sicherung von Einsatzkräften bei Tätigkeiten, bei denen der freie Fall nicht auszuschließen ist, nennt man „Auffangen“. Hierfür ist der Gerätesatz Absturzsicherung nötig. Danach ging es mit einer Stationsausbildung zum Thema „Halten“ weiter. Ein Feuerwehrler ging einer fiktiven Absturzkante entgegen, während er von einer zweiten Person mittels Feuerwehrleine gesichert wurde. Hierbei war die Kommunikation zwischen den beiden Feuerwehrleuten besonders wichtig, denn der Gesicherte sollte sich hin und her bewegen können, wobei die Leine immer auf Zug bleiben musste. Bei dieser Gelegenheit konnten die bei der Modularen Truppausbildung gelernten Knoten und Stiche trainiert werden. Bei einer zweiten Station konnten sich die Teilnehmer mit Feuerwehrhaltegurt und Rettungsknoten ins Seil hängen, was nicht sonderlich bequem war.

Ein paar Tage später ging es gemeinsam mit der HöSi-Gruppe zur benachbarten Feuerwehr nach Wendelstein. In deren hohen Schlauchturm diente eine senkrecht stehende Leiter als Übungsobjekt. Angenommen wurde, dass einen Arbeiter die Kraft verließ und er nicht mehr alleine hinuntersteigen konnte. Zu erst galt es den Arbeiter so zu sichern, dass er nicht fallen konnte, dann wurde für das eigene Seil und das, an dem der zu Rettende abgelassen werden sollte, eine Umlenkung angebracht. Schließlich wurde dem „Opfer“ ein Rettungsdreieck, ähnlich einer Windel, angelegt und man seilte sich ab. Das Arbeiten auf der engen Leiter in der Höhe gestaltete sich als alles andere als einfach und so wurde auch der ein oder andere Schweißtropfen vergossen. Spaß machte es aber allemal! Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und den Ausbilder!

Bei der letzten Jugendübung im Mai bleib man dann am Boden. Unter Wendelsteiner Federführung übte die Gesamtjugend auf der Enßerswiese den Löschaufbau mit vier Gruppen. Gekonnt wurde die Saugleitung aufgebaut, mit deren Hilfe das Wasser aus der Schwarzach entnommen wurde, welches dann schließlich mittels verschiedener Rohre abgegeben werden konnte. Bei sommerlichen Temperaturen konnte man sich so auch die nötige Abkühlung verschaffen.

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