Neben zahlreichen Mitgliedern und den Ehrenmitgliedern Karl Schröppel, Johann Beck, Josef Wittmann und Gerhard Schmidt konnte 1. Vorsitzender Michael Rösler am letzten Freitag auch Landrat Eckstein, Bürgermeister Langhans, den Administrator der Schlüsselfelder’schen Stiftung von Volkamer sowie Ehrenkreisbrandinspektor Erhard Schneider und Kreisbrandmeister Christian Mederer auf der diesjährigen Mitgliederversammlung begrüßen. Im Vereinsleben spielte das Kanalfest die größte Rolle, das Anfang August trotz Regens am Nachmittag noch ein voller Erfolg wurde. Auch der Neujahrsball „Tanz & Show“ war gut besucht und wird mit neuer Musik eine Wiederauflage finden. Zur Kirchweih wurde bei schönem Sommerwetter der Kärwabaum schnell, gekonnt, aber vor allem sicher in die Höhe gestemmt und danach durch  den Bürgermeister das erste Fass angezapft. Da größere Ausgaben im Zuge der baulichen Veränderungen bevorstünden, hielten sich die Vereinsausgaben in 2015 in Grenzen.

Kommandant Gerhard Vater berichtete von einer sprunghaft angestiegenen Anzahl an Einsätzen, von denen man insgesamt 33 bewältigen musste. Da die Feuerwehr Röthenbach nun im Alarmierungsplan für einen Autobahnabschnitt auf der A9 und der A73 fest eingeplant sei, hieß es dorthin auch mehrmals auszurücken zu Unfällen und technischen Hilfeleistungen, oft auch nachts, was nicht ungefährlich sei. Für diese Abschnitte sei man noch vor Feucht und Wendelstein die nächstgelegene Feuerwehr. Erfreulich sei, dass man mit durchschnittlich 20 Mann ausrücken konnte und auch in der kritischen Zeit tagsüber zwischen 7 und 17 Uhr die Löschfahrzeuge mit 16 Mann gut besetzt werden konnten. Zahlreiche Übungen gliederten sich in Einsatzübungen für die gesamte Wehr, Übungen der Absturzsicherungsgruppe, Maschinistenaus- und fortbildungen und Übungen der Atemschutzgruppe. Die Wehr habe einen hervorragenden Ausbildungsstand mit 23 Atemschutzgeräteträgern und 24 Maschinisten. Die Absturzsicherungsgruppe bestehe aus 12 Mitgliedern.

Für die Jugendgruppe wurden zwei neue Jugendwarte eingesetzt, Tilo Bergmann und Tina Schröppel, die in ihrem Bericht vom Wiederaufbau von einem auf fünf Jugendliche einging. Highlight war wie jedes Jahr die 24h-Übung, bei der neben feuerwehrtechnischer Ausbildung auch das Zusammenwachsen der Jugendlichen in der Gruppe im Vordergrund stand. Man übe auch gemeinsam mit „Jungaktiven“, das sind erwachsene Feuerwehrleute, die sich ebenfalls noch in der Grundausbildung befinden – ein interessanter Ansatz. Daneben übte man die Eisrettung und brachte sich auch beim Tag der offenen Tür mit einem Marionettenspiel ein. Leider waren nicht alle Anstrengungen, weiteren Nachwuchs zu gewinnen, von Erfolg gekrönt. Man lasse sich aber nicht entmutigen.

Für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt Horst Nerreter das Silberkreuz aus der Hand von Landrat Herbert Eckstein. Seinen Dienst hatte er einst in Leerstetten begonnen, die Liebe zog ihn nach Röthenbach. Der letzte Bürgermeister der ehemals selbstständigen Gemeinde Röthenbach St. Wolfgang, Eberhard Büttner, der in seiner Amtszeit auch Vorstand des Feuerwehrvereines war, wie dies in Röthenbach üblich war, wurde für 50 Jahre Vereinstreue geehrt. Landrat Eckstein führte in seinen Grußworten aus, dass die höchsten Belastungen aktuell bei den Stützpunktwehren lägen und seiner Meinung nach diese entlastet werden müssten. Einsätze unter Tag stellten im ganzen Landkreis eine Herausforderung dar, es gäbe einfach immer weniger am Ort berufstätige Feuerwehrleute. Erfreut zeigte er sich über den hohen Ausbildungsstand und die tolle Jugendarbeit in Röthenbach, wohin er immer gerne käme.

Bürgermeister Werner Langhans freute sich durch die wiederkehrenden Einladungen zu den Mitgliederversammlungen detaillierte Einblicke in die Wehren und die Vereinsarbeit zu bekommen. Mit dem in diesem Jahr zulaufenden neuen Löschfahrzeug LF10 auf MAN-Fahrgestell bekäme die Röthenbacher Wehr ein top ausgestattetes Fahrzeug, das universell und auch dezentral eingesetzt werden könne. Die energetische Sanierung des Feuerwehrhauses in Röthenbach wurde aus finanziellen Gründen verworfen, sie wäre schlicht zu teuer gekommen. Nach dem Abriss soll es an gleicher Stelle wieder neu errichtet werden. Man müsse aber verstehen, dass die Gemeinde keine Vereinsheime oder Museen bauen kann,  und begegnete damit den Wünschen des Vorstandes, der die Lagerplatzproblematik im Auge hat, die durch die Verkleinerung des Feuerwehrhauses entstünde. Man werde sich aber an einen runden Tisch setzen, um eine sinnvolle Lösung zu finden, auch für andere Feuerwehren. Vorsitzender Rösler hatte sich zuvor besorgt gezeigt, dass der Verein alleine die Lagerung der Utensilien für die großen Veranstaltungen nicht stemmen könne, die der Feuerwehrverein jedes Jahr für die Allgemeinheit anbieten würde. Bürgermeister Langhans schloss seine Ausführungen mit einem Dank für die gute Arbeit der aktiven Wehr und des Vereines ab. Die Röthenbacher Wehr sei hochqualifiziert und unersetzbar.

Ehrenkreisbrandinspektor Erhard Schneider bedankte sich für seine gelungene kürzliche Verabschiedung und erinnerte daran, dass er einst im Röthenbacher Feuerwehrhaus in sein Amt eingeführt wurde, das er von Georg Zeller, einem Röthenbacher übernahm. KBM Mederer freute sich über die gute Unterstützung aller Wehren durch die Marktgemeinde. Die Ernennung eines neuen Kreisbrandinspektors werde noch etwas andauern, da erst ein neues Konzept auf Landkreisebene erstellt werde. In einer anschließenden Diskussion wurde durch die Versammlung angesprochen, dass insbesondere die Autobahneinsätze sehr gefährlich seien und es der Röthenbacher Wehr an Sicherungsmaterial fehle, insbesondere, da sie wegen ihrer kurzen Anfahrtswege als erstes an der Einsatzstelle einträfe. KBM Mederer entgegnete, dass man die Ausrückeordnung anpassen könne, da ja jetzt die Feuerwehr Röthenbach mit mindestens einem Löschfahrzeug anrücken werde, könne Wendelstein umgekehrt schneller Fahrzeuge zur Verkehrsabsicherung an die Einsatzstelle bringen.

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