Manche Wochen haben es wirklich in sich. In der Letzten hieß es für die Röthenbacher Jugendlichen gleich viermal: „Ab zur Feuerwehr!“

Den Anfang machte eine Jugendübung in Röthenbach. Wir hatten uns vorgenommen unser LF8 auf Gegenstände zu durchsuchen die man zur technischen Hilfeleistung einsetzen kann. Technische Hilfeleistungen sind die Einsätze, wo nicht gelöscht werden muss. Da unser LF – schließlich stehen diese beiden Buchstaben für Löschgruppenfahrzeug – auf den ersten Blick vor allem zum Löschen da ist, vermutet man wenige Gegenstände darin, die für die technische Hilfeleistung gebraucht werden. Doch weit gefehlt! Der Platz neben dem LKW füllte sich immer mehr und mehr mit den verschiedensten Gerätschaften. Angefangen mit Absperrmaterialien über Dinge die man braucht, um Ölschäden zu beseitigen, bis hin zum Werkzeug, mit dem man verschlossene Türen öffnen kann. Alles wurde aus dem Fahrzeug geholt und anschließend erklärt. Zum Ende der Übung versuchte man sich noch daran, ein gekipptes Fenster von außen zu öffnen. Eine knifflige Aufgabe.

Weiter ging es schon ein paar Tage später mit einer Einsatzübung der „Großen“, aber natürlich mischt hier auch die Jugendfeuerwehr mit. Angenommen wurde, dass es auf einem abgestellten Anhänger zu einer chemischen Reaktion kam. Während die älteren Feuerwehrleute die Örtlichkeit weiträumig absperrten, ausleuchteten und sich unter Atemschutz an die Rettung einer verletzten Person machten, stellten Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Wasserversorgung her und halfen dort mit, wo eine Hand gebraucht wurde.

Schon am nächsten Morgen traf man sich in aller Frühe wieder, um zum Erste-Hilfe-Kurs der Gesamtjugend nach Wendelstein zu fahren. Sebastian Kasper von der Johanniter-Unfall-Hilfe brachte den Jugendlichen aus fünf Ortsteilen von der stabilen Seitenlage bis zur Herz-Lungen-Wiederbelebung alles bei, was es braucht um Leben zu retten. Da der große Kurs gemacht wurde, teilten sich die 16 Stunden auf zwei Tage auf, so dass am Sonntag noch das Anlegen von Verbänden und verschiedene Rollenspiele vom Schlaganfall bis zum Stromunfall gemacht werden konnten. Damit der Magen nicht zu knurren begann, sorgten die guten Geister der Wendelsteiner Feuerwehr an beiden Tagen für leckeres Essen und Getränke.

Die „Jugend von heute“, die die Feuerwehrler von morgen sind, opferten ihr gesamtes Wochenende, um bereit fürs Helfen zu sein. Um dies zu honorieren, endete die Feuerwehrwoche mit dem Besuch einer Eisdiele.

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