Freitag, den 12. Mai 2017 feierte die Freiwillige Feuerwehr Röthenbach St./W. nicht nur das Richtfest für das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus in der Feuchter Straße 4, sondern auch die Übergabe des neu beschafften Löschgruppenfahrzeuges LF 10 auf MAN-Fahrgestell.

Obwohl das bisher genutzte und in den Siebzigern erbaute Feuerwehrhaus nach außen hin bis zuletzt nach einem widerstandsfähigem Bauwerk aussah, machten altersbedingter Verschleiß und eine besonders schlechte Energieeffizienz einen Neubau nötig. Eine Sanierung wäre nach sachkundiger Prüfung schlicht teurer gekommen als ein Neubau. Die Suche nach einem alternativen Standort blieb erfolglos, so dass abgerissen wurde und die Feuerwehr Röthenbach nun in einem Interimsfeuerwehrhaus in der Bogenstraße untergebracht werden musste. Ende des Jahres werden die Bauarbeiten des neuen Gerätehauses in der Feuchter Straße neben dem alten Friedhof jedoch abgeschlossen sein und zur Freude aller Beteiligten kann noch dieses Jahr der Rückumzug stattfinden. Das neue Gerätehaus besitzt neben drei Stellplätzen einen nach den neuesten Vorschriften räumlich getrennten Umkleidebereich, einen Schulungs-, einen Aufenthalts- sowie einen Jugendraum. Kommandantenbüro, kleinere Funktionsräume und eine Werkstätte mit separater Einfahrt ergänzen den optisch gelungenen Neubau.

Das alte Magirus-Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 sowie das Löschgruppenfahrzeug LF 8 werden jedoch nicht mehr in die neuen Hallen einfahren. Das LF 8 wurde bereits außer Dienst gestellt. Der Tanker wird nach 40 treuen, unfallfreien Jahren ebenfalls zeitnah in den Ruhestand versetzt, sobald das neue LF 10 vollumfänglich von den aktiven Feuerwehrleuten beherrscht wird. Man übt deswegen bereits ständig an dem sehr vielseitigen Fahrzeug. Das neue Löschfahrzeug verfügt über einen Löschmittelvorrat von 1200 Litern Wasser sowie 120 Litern Mehrbereichsschaum, der über eine automatische Schaumzumischung bei Bedarf dem Löschwasser beigemengt werden kann. Weitere Highlights sind vier Atemschutzgeräte in der Mannschaftskabine für die Ausrüstung noch auf der Einsatzanfahrt und weitere zwei im Aufbau, ein Lichtmast und ein Wasserwerfer auf dem Fach.

Neben den Feuerwehrführungskräften Kreisbrandrat Werner Löchl, Kreisbrandinspektor Egbert Petz, Kreisbrandmeister Christian Mederer und Kreisbrandmeister Michael Stark wohnten auch zahlreiche Vertreter der benachbarten Ortsfeuerwehren den Festlichkeiten bei. Aus der Politik konnte erster Bürgermeister und sozusagen oberster Bauherr Werner Langhans, dritter Bürgermeister Willibald Milde, viele Gemeinderäte und Referatsleiter sowie Thomas Brüchert als Vertreter der Regierung von Mittelfranken begrüßt werden. Besonders gefreut hat die Wehr der Besuch der langjährig befreundeten Feuerwehr aus Waging am See aus Oberbayern. Im Beisein der Gäste, der Angehörigen und Ehrenmitglieder der Röthenbacher Wehr trug der Zimmermeister seinen markanten Richtspruch auf der obersten Etage des Baugerüstes vor – über ihm nur noch der Richtbaum, geschmückt mit bunten Fähnchen. Bei strahlendem Sonnenschein ein gelungener Start für eine neue Ära in der Röthenbacher Feuerwehr. Anschließend wurde das neue LF 10 feierlich übergeben und nach alter Tradition durch den katholischen Pfarrer Michael Kneißl und der evangelischen Pfarrerin Alexandra Büttner gesegnet.

Die Feuerwehr Röthenbach schaut insgesamt auf ereignisreiche Jahre zurück, schließlich fand innerhalb von nur vier Jahren nun eine komplette Modernisierung der Gerätschaften der Wehr statt. 2013 erhielt man einen neuen VW-Mannschaftstransportwagen, der das in die Jahre gekommene Mehrzweckfahrzeug ablöste. 2014 konnte ein neuer Beleuchtungsanhänger in Dienst gestellt und damit überörtliche Sondereinsatzaufgaben übernommen werden. 2017 werden schließlich die beiden großen Löschfahrzeuge durch das moderne LF 10 ersetzt. Ende des Jahres wird das neue Feuerwehrhaus die vollständige Rundumerneuerung abschließen. „Wir sehen die Entwicklungen der letzten Jahre nicht als selbstverständlich an und freuen uns sehr darüber. Modernste Geräte und der Neubau zeigen das Vertrauen der Gemeinde in die Zukunft unserer Feuerwehr. Für die Mannschaft ist es ein großer Ansporn, dementsprechend hoch ist auch die Bereitschaft für zusätzliche Ausbildungsveranstaltungen und notwendige Arbeitsdienste neben dem normalen Feuerwehralltag.“, so erster Kommandant Gerhard Vater sichtlich stolz auf seine Mannschaft und überaus zufrieden mit der Neuausstattung.

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