Jugendliche der Feuerwehren Groß- und Kleinschwarzenlohe, Raubersried, Röthenbach b. St. W. sowie Wendelstein waren heute im Rahmen der Gesamtjugend Markt Wendelstein zu Besuch auf der Feuerwache 4 der Berufsfeuerwehr Nürnberg in der Nähe des Hafens.

Im Hof der Wache wurden wir von Rene Bittner von der 1. Wachabteilung empfangen, der uns engagiert und launig über das gesamte Gelände führte. Er begann die Führungen mit Ausführungen zu Strukturen und zum Tagesablauf der Berufsfeuerwehr sowie der Gliederung der großen Feuerwache. Im Inneren ging es zuerst in die Wachzentrale, von der aus nicht nur die Zugangskontrolle zur Wache und der Dienstbetrieb geregelt werden, sondern in der auch Brandmeldeanlagen auflaufen und die sogenannte FeuDu gesteuert wird, mit deren Hilfe grüne Wellen für den ausrückenden Löschzug geschaltet werden können. Ebenfalls bildet der Raum eine Rückfallebene für die Integrierte Leitstelle, die sich auch auf dem Gelände der Wache 4 befindet.  Weiter ging es zu den Ruhe- und Sozialräumen der Wachmannschaft. Hier durfte natürlich eine Vorführung der legendären Rutschstangen nicht fehlen. In der Küche, in der sich die Feuerwehrleute selbstverpflegen, erfuhren wir augenzwinkernd von der Obsession für Schweinefleisch, welches bestenfalls in jedem Gericht enthalten sein sollte. Weiter ging es in die Atemschutzübungsstrecke in welcher gerade der Lehrgangsabschluss von freiwilligen Feuerwehrleuten aus dem Nürnberger Stadtgebiet stattfand. Dort war nicht nur ein PKW-Unfall dargestellt, sondern es gab auch einen mehrstöckigen Gitterkäfig, der aktuell dem Aufbau eines Studentenwohnheims nachempfunden ist und in dem in völliger Dunkelheit gearbeitet werden muss. Auch ein umfangreich ausgestatteter Fitnessraum ist dort zu finden. Angeschlossen an diesen Trakt ist die Atemschutzwerkstatt, die sich um alle Atemschutzgeräte der fünf Berufsfeuerwehren und 18 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt kümmert. Mehr als viertausend Pressluftatmer werden dort im Jahr geprüft und befüllt. Vorbei an der KFZ-Werkstatt ging es zur Brandübungsanlage, in welcher Kameraden aus Erlangen den Innenangriff trainierten. In diesem Containerbau können Brandereignisse, wie beispielsweise ein Küchen- oder Werkstattbrand, realitätsnah dargestellt werden. Im äußersten Eck des Geländes gibt es die Möglichkeit das Erden von U- und Straßenbahn zu üben. Nächste Station war die Fahrzeughalle. Rene führte uns dort eines der neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuge und den Gerätewagen Atemschutz/Wasserrettung, auf dem er an diesem Tag eingeteilt war, en détail vor. Letzte Station war das Tauchbecken, welches sich im Turm der Wache befindet. Hier können die Taucher der Berufsfeuerwehr auch in den Wintermonaten üben. Nach zweieinhalb Stunden ging es zufrieden und beladen mit vielen Eindrücken wieder gen Heimat.

 

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