Besucheransturm bei ‚Fire & Ice‘ auf dem Ludwigskanal

Soweit das Auge reichte war der alte Ludwigskanal von Schlittschuhläufern und Eiswanderern vereinnahmt – genau so hatte sich die örtliche Freiwillige Feuerwehr ihr Winterevent ‚Fire & Ice‘ erhofft! Da in der Nacht zuvor noch ein paar Zentimeter Schnee gefallen waren und sich die Sonne am vergangenen Samstagnachmittag von ihrer schönsten Seite zeigte, zog die Veranstaltung sehr viele Besucher aus Nah und Fern an. Vorstand Michael Rösler schätzte mit seinem Vertreter Tobias Buker die Gesamtbesucherzahl auf Fünfzehnhundert. Das waren noch einmal mehr als letztes Jahr.

Einziges Manko war die wärmende Sonne, die das Eis zunehmend erweichen ließ, so dass die aufwändig von den Floriansjüngern am Morgen noch geräumten Flächen etwas sulzig wurden. Aber Gott-sei-Dank ist der Kanal ja in seiner ganzen Länge nutzbar und so zog es die Schlittschuhläufer auf die ungeräumten Abschnitte, bei denen der Schnee das Eis noch isoliert hatte und es damit besser befahrbar machte. Da die Verhältnisse absehbar hervorragend sein würden, hatte die Feuerwehr als Organisator in weiser Voraussicht die Vorräte deutlich aufgestockt. Doch schon um 18:30 Uhr als das Flutlichtschlittschuhlaufen erst begann, musste man schon zu den umliegenden Metzgereien und Bäckereien aufbrechen und ordentlich weiteren Nachschub ranholen. Einzig der Glühwein und Kinderpunsch für den Ansturm war ausreichend gebunkert worden.

Obwohl die Veranstaltung keinen festen Termin hat, da sie ja vom Wetter und einer tragfähigen Eisdecke abhängig ist, reichte noch nicht einmal eine Woche, damit sich über die Voranzeige in dieser Lokalzeitung und die sozialen Netzwerke die Nachricht von ‚Fire & Ice‘ auf dem Ludwigskanal in Windeseile verbreitete und die Anzahl der „Likes“ innerhalb von wenigen Tagen auf über 1.300 empor schoss.

Als nachts der Frost heraufzog, konnten sich die Besucher an Feuertöpfen die Gliedmaßen wärmen. Es scheint, als reichten mit Glühwein, Bratwurstbrötchen und Stimmung am offenen Feuer wenige Zutaten, damit den Franken im Eis trotz Kälte warm ums Herz wird und sie glücklich sind. Wenn es die Verhältnisse nächstes Jahr zulassen, wird man sicher wiederholen. Doch blickt man über letztes Jahr weiter zurück, hat das Fest auf dem Eis viele Jahre leider gar nicht stattfinden können, da schlicht das Eis nicht trug.

 

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