Auf ein überaus ereignisreiches Jahr konnten Vorstand und Verwaltungsrat zusammen mit den auf der Jahreshauptversammlung erschienenen ca. 40 Vereinsmitgliedern zurückblicken. Highlights waren die Übergabe des nagelneuen Löschfahrzeuges LF 10 auf MAN-Allradfahrgestell und der Bezug des neu erbauten Feuerwehrgerätehauses in der Feuchter Straße noch kurz vor Weihnachten. So galt der größte Dank dem 1. Bürgermeister Werner Langhans als höchstem Vertreter des Marktes Wendelstein und der Mannschaft mit den Führungskräften der Wehr für das Schultern von vielen Aufgaben in der schwierigen Übergangsphase, in der man ein Behelfsgerätehaus in der Bogenstraße nutzte.

Kommandant Gerhard Vater führte aus, dass die Wehr beachtliche 25-mal ausrücken müsste. Es gab vier Brandeinsätze und 21 technische Hilfeleistungen, u. a. Verkehrsunfälle, mehrere Tierrettungen, Beleuchtungsanforderungen und Türöffnungen für den Rettungsdienst. Die Röthenbacher Wehr wird also gebraucht und das neue Gerätehaus und Löschfahrzeug ist gut angelegtes Kapital, die Wehr damit zukunftsfähig aufgestellt und ausgerüstet. Es gab viel lobende Worte für die Marktgemeinde und ihre Entscheidungsträger. Auf die 31 gut ausgebildeten aktiven Wehrleute könne man sich verlassen. Besonders stolz sei man darauf, dass darunter 20 Atemschutzgeräteträger seien, eine Quote, um die man beneidet wird. Mit 8 Gruppenführern und 2 Zugführern ist auch die Führungsmannschaft stark.

Zum Löschmeister wurde Bastian Schröppel ernannt. Die Kameraden Renè Dietrich und Sebastian Stadick wurden für zehn, Frank Rösler gar für 30 Jahre aktiven Dienst geehrt. Um die Jugend kümmern sich Tilo Bergmann und Tina Schröppel. Ersterer stellte in seinem interessanten Bericht vor, dass die Jugend wieder eine Stärke von 8 Jungen und Mädchen erreicht habe, eine Kameradin trat zudem in die aktive Wehr über. Neben den eigenen Jugendübungen nahm man an denen der Gesamtjugend in Wendelstein teil und erfüllte zusätzlich den Übungsplan der aktiven Wehr, so dass der Kalender immer gut gefüllt war. Höhepunkt war die 24h-Übung, bei der ein Berufsfeuerwehr-Einsatztag simuliert werde. Aber auch Freizeitaktivitäten kamen nicht zu kurz. Ein Mehrtagesausflug führte in die Partnergemeinde Zukowo bei Danzig in Polen, bei dem die genossene Gastfreundschaft jeden Teilnehmer tief beeindruckte.

Vorsitzender Michael Rösler ging auf das Vereinsgeschehen ein, das mit den sehr gut besuchten Events ‚Tanz & Show‘, einem Neujahrsball in der Schwarzachhalle, dem Mega-Grillfest ‚Kanal in Flammen‘ mit Feuerwerk am Ludwigskanal am ersten Ferienwochenende, und dem Winterspaß ‚Fire & Ice‘ mit Flutlichtschlittschuhlaufen und offenem Lagerfeuer ebenfalls am alten Ludwigskanal den Röthenbacher Kulturkalender in vielerlei Hinsicht prägt. Wie immer pflegte man das Brauchtum und stellte zusammen mit den Kärwaboum und –madli den Kirchweihbaum in der Ortsmitte auf. Man sei erfreut darüber, dass heuer wieder Kirchweihbetrieb im ‚Gelben Löwen‘ bei den Küblers stattfinden werde. Durch den Neuanbau des Hortes an die Grundschule sieht man einer Baustelle auf dem Kanalfestplatz entgegen, aber dieses Jahr noch nicht. Das Fest kann also wie geplant am 28. Juli steigen.

2. Vorsitzender Tobias Buker berichtete vom geglückten Vereinsausflug nach Nürnberg – warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Der pensionierte Röthenbacher Pfarrer Göß führte mit Anekdoten durch den Johannisfriedhof und am Ende besichtigte man den Dachstuhl der Lorenzkirche – wer weiß schon, dass dieser aus Stahlträgern besteht, da Holz nach dem Krieg knapp sehr war? In diesem Jahr geht es im Juni zur seit vielen Jahren eng befreundeten oberbayrischen Wehr nach Waging am See zum 150jährigen Gründungsfest.

Eine besondere Ehrung wurde Ehrenmitglied Karl Schröppel zuteil, der vom Vorstand für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt wurde. Dieser gab einige Anekdoten aus seinen Anfangsjahren zum Besten, als die Schläuche noch vom Phosphor der Bombennächte löchrig waren und man nicht mehr als eine alte handgezogene Pumpe für die Brandbekämpfung zur Verfügung hatte.

In Grußworten zeigte sich Bürgermeister Werner Langhans hoch erfreut, dass schon so viel Leben im neuen Gerätehaus herrsche. Er verstehe, dass viel Herzblut insbesondere der vielen älteren Kameraden im alten Gerätehaus steckte, aber ein Abriss sei unter Berücksichtigung der anstehenden aufwändigen energetischen Sanierung einfach der beste, da investitionsärmste, Weg gewesen. Die runderneuerte Ausrüstung der Röthenbacher Wehr entspreche den Anforderungen des von einem externen Spezialistenbüro erstellten Brandschutzbedarfsplanes für den Markt Wendelstein. Am 5. Mai wird das neue Gerätehaus mit offiziellen Feierlichkeiten eingeweiht. Langhans bedankte sich für die realistischen Vorstellungen, die man in Röthenbach zum Gerätehaus hatte, was dessen Realisierung erleichterte. Mit lobenden Worten für die Jugendarbeit und den besten Wünschen an die Wehr verbunden mit einem besonderen Dank für die Unterstützung während der Bauphase schloss Bürgermeister Langhans seine Ausführungen.

Beeindruckende TEUR 36 konnte Schatzmeister Stefan Förtsch aus den Rücklagen und den Erträgen im abgelaufenen Jahr für Anschaffungen rund um das neue Feuerwehrgerätehaus bereitstellen, die für unterschiedlichste Zwecke wie eine zweckmäßige Ausstattung des Jugendraumes, eine ansprechende Möblierung des Bereitschaftsraumes mit Küche, Theke und Spülmaschine, sowie viele Accessoires wie PC, Beamer und TV-Gerät investiert wurden. Mit Spenden und Zuschüssen beträgt die Summer sogar TEUR 40. So fließen die Gewinne aus den Vereinsveranstaltungen und die unzähligen dafür aufgebrachten ehrenamtlichen Stunden für Vorbereitung und Durchführung wieder zurück in eine Einrichtung des Gemeinwohles.

 

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