Neues Domizil als Weihnachtsgeschenk

Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk können die Röthenbacher Feuerwehrleute ihr neues Gerätehaus betrachten. Am Tag vor Heilig Abend übergab Bürgermeister Werner Langhans den Schlüssel an die Kommandanten, so dass die Wehr wieder an ihren alten Standort in der Ortsmitte zurückkehren konnte.

Am 23.12. war der von vielen Röthenbacher Feuerwehrleuten herbeigesehnte Moment gekommen, bei dem der Umzug aus der provisorischen Unterkunft zurück in die Ortsmitte erfolgen konnte. Am Standort des alten Feuerwehrhauses, dessen Renovierung nicht mehr wirtschaftlich war, ist in einjähriger Bauzeit ein neues Gerätehaus nach aktuellen Normen entstanden. Im Erdgeschoss bietet es Platz für die zwei Einsatzfahrzeuge der Wehr sowie die Schutzausrüstung der Feuerwehrfrauen und -männer, die sich nun in einer Umkleide umziehen können und dies nicht mehr direkt hinter den Fahrzeugen tun müssen. Im Obergeschoss befinden sich ein Aufenthaltsraum, ein Büro für die Kommandanten, ein Bereitschaftsraum sowie ein großer Schulungsraum für Unterrichte. Auch der Feuerwehrnachwuchs hat wieder sein eigenes Reich. Das neue Haus ist im Gegensatz zum alten Gebäude zur Straße hingedreht und architektonisch ansprechend gestaltet. Es bietet eine moderne Infrastruktur, die für den zeitgemäßen Einsatzdienst nötig ist. Direkt vor dem Umzug übergab Bürgermeister Werner Langhans, als oberster Dienstherr aller Wendelsteiner Feuerwehren, symbolisch den Schlüssel an die beiden Kommandanten Gerhard Vater und Michael Rösler. Er wünschte der Feuerwehr frohe Weihnachtstage und stets unfallfreie Rückkehr von den Einsätzen. Auch die etwa vierzig aktiven Mitglieder der Feuerwehr Röthenbach sind begeistert von ihrer neuen Heimat. Ehe die Fahrzeuge in ihre neuen Boxen einparken konnten, wurden sie gründlichst gereinigt. Mit dem Bezug des neuen Hauses ist die Runderneuerung der Wehr vorerst abgeschlossen.

Atemschutzgeräteträger gefordert!

Einmal im Jahre trainieren alle Feuerwehren des Brandmeisterbezirks Wendelstein/Schwanstetten den gemeinsamen Einsatz. Dieses Jahr bot sich das neue Seniorenzentrum am Kreisverkehr von Sperbersloher Straße und Am Kohlschlag, welches bald seiner Bestimmung übergeben werden soll, als Übungsobjekt an. Die zehn Feuerwehren der Kommunen Wendelstein und Schwanstetten wurden dabei von der Freiwilligen Feuerwehr Kornburg sowie Einheiten der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Bayerischen Roten Kreuz unterstützt. Bei dem angenommenen Brand in der weitläufigen Anlage galt es insgesamt 25 Personen zu retten.

Nach der Sirenenalarmierung setzte sich die Feuerwehr Röthenbach mit ihren beiden Fahrzeugen und dem Beleuchtungsanhänger Richtung Wendelstein in Bewegung. Vor Ort erhielt die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges die Aufgabe das Erdgeschoss des Westflügels zu durchsuchen. Schnell hatten sich sechs Feuerwehrleute mit Atemschutz ausgerüstet und drangen in das Gebäude ein. Wertvolle Dienste bei der Personensuche in den stark verrauchten Räumlichkeiten leistete die neue Wärmebildkamera, mit deren Hilfe die Vermissten schnell aufgespürt werden konnten. Unterstützt wurde man bei der Suche von zwei Trupps der Feuerwehr Kornburg. Um nicht die Orientierung und wertvolle Zeit zu verlieren, galt es koordiniert im Inneren des Gebäudes vorzugehen. Wurden vermisste Personen gefunden, mussten diese nach draußen getragen werden. Auch die Besatzung des Mannschaftstransportwagens hatte alle Hände voll zu tun. Sie half beim Aufbau der Schlauchstrecken, leuchteten den Übungsort mithilfe der Powermoons aus dem Beleuchtungsanhänger aus und nahmen die Personen entgegen, die von den Atemschutztrupps ins Freie gebracht wurden. Diese wurden schließlich zu einem Verletztensammelplatz gebracht, wo sie vom Rettungsdienst versorgt werden konnten. Insgesamt beteiligten sich etwa 250 Einsatzkräfte an der Übung, für deren Einsatz die anwesenden Politiker und Vertreter der Kreisbrandinspektion lobende Worte fanden. Nach einer gemeinsamen Brotzeit im Gerätehaus der Feuerwehr Wendelstein rüstete man die Fahrzeuge wieder auf und konnte nach Röthenbach zurückkehren.

 

Röthenbacher Kinder und die Feuerwehr haben Grund zur Freude

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Im Rahmen einer Gruppenübung konnte Marcel Rudat, Inhaber der Firma Rudat Arbeitsschutz aus Nürnberg, der Freiwilligen Feuerwehr Röthenbach b. St. W. zwei Spenden überreichen – und das ist nicht das erste Mal, dass sich das Unternehmen engagiert.

Dieses Mal konnten sich vor allem die Jüngsten freuen. Für die Mitglieder der Röthenbacher Jugendfeuerwehr gab es schicke neue T-Shirts mit Brust- und Rückenbedruckung, bei deren Gestaltung sie selbst mitwirken konnten. Das Team der Brandschutzerziehung, welches jährlich die örtliche Grundschule und den Kindergarten besucht, um dort den Kindern das richtige Verhalten im Ernstfall zu vermitteln, erhielt einen speziellen Schlauchtragekorb. In diesem sind drei D-Schläuche, drei D-Hohlstrahlrohre und ein Verteiler untergebracht. Der Großbuchstabe D steht im Feuerwehr-Jargon dafür, dass das Material der kleinsten Kategorie zu zuordnen ist. In der Brandschutzerziehung ist dies praktisch, denn so müssen die Kinder, wenn sie spritzen möchten, nicht das Gewicht der großen Schläuche halten. Dass das Material gut ankommt, zeigte sich bereits in diesem Jahr beim Besuch der Grundschule, wo es erstmals verwendet wurde und Augen zum Leuchten brachte.

Bei Rudat Arbeitsschutz handelt es sich um einen Wiederholungstäter, was die Unterstützung der Röthenbacher Feuerwehr betrifft. So konnten die Kommandanten erst im März zwei Totmannwarner dankbar entgegennehmen. Dieses kleine Gerät trägt ein jeder Atemschutzgeräteträger mit sich. Hat er einen Unfall und kann sich nicht mehr bewegen, so ertönt ein sehr lauter und durchdringender Alarmton, mithilfe dessen seine Kameraden ihn auch bei „Null-Sicht“ finden und retten können. Ein weiterer Baustein für die Sicherheit der Truppe, aber auch aller Röthenbacher, war die Spende eines Automatisierten Externen Defibrillators, kurz AED oder Defi genannt. Dieser fährt auf dem neuen Löschgruppenfahrzeug mit zum Einsatz und kann bei Herzrhythmusstörungen lebensrettend sein. Aufgrund seiner Bauart lässt sich das Gerät besonders einfach bedienen. Die Feuerwehr bedankt sich für die großzügigen Zuwendungen, die nicht nur den Einsatzkräften, sondern der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen!

 

Tauchereinsatz am Jägersee

Als Thema für den Monat August stand für die Röthenbacher Feuerwehrleute das Thema „THL (Technische Hilfeleistung) Wasser“ im Übungsplan. Unter dieser Überschrift hatten sich die Verantwortlichen eine interessante, fordernde und nicht alltägliche Übung ausgedacht.

Zu Übungsbeginn am Gerätehaus gab es für die Beteiligten nur spärliche Informationen: Die Koordinaten des Übungsortes und dass sich dort ein Wassernotfall ereignet hat. Nach Konsolidierung der Karte war das Ziel klar. Der sogenannte Kleine Jägersee befindet sich am östlichen Ortsrand von Röthenbach und wird besonders im Sommer aufgrund seiner idyllischen Lage sehr gerne von Badegästen besucht. Dort angekommen erkundeten Zug- und Gruppenführer die Lage und stellten fest, dass eine Person im Wasser trieb. Ein Passant konnte mitteilen, dass eine zweite Person noch vermisst wurde. Da am Ufer Tauchequipment lag, war schnell klar, dass es sich um einen Tauchunfall handelte. Als Erstmaßnahme sprang ein Feuerwehrmann in den kalten See, schwamm zur treibenden Person und zog diese an Land. Dort wurde sie, weil bewusstlos aber atmend, in die stabile Seitenlage gebracht. Ein schneller Abtransport war nicht gleich möglich, denn ein steiler Hang trennte das Ufer vom befestigten Weg. Zur Rettung kam infolge ein vom Feuerwehrverein beschaffter Gerätesatz Absturzsicherung zum Einsatz. Mithilfe vereinter Kräfte wurde die Verletzte über den steilen und vor allem rutschigen Hang nach oben befördert. Da sich das sommerliche Wetter verabschiedet und ein Dauerregen eingesetzt hatte, musste auf jeden Fußtritt geachtet werden.

Aufsteigende Blasen im Wasser ließen vermuten, wo sich der vermisste Taucher befinden könnte. Hier war das Können und die Technik der DLRG Nürnberg verlangt, die mit einem Wasserrettungswagen und einem RTW angerückt waren. Sofort machten sich Rettungstaucher einsatzbereit. Durch die Feuerwehr wurde mittels Leine eine Art Handlauf eingerichtet, so dass die Froschmänner sicher vom Fahrzeug zur Wasserkante gelangten. Der erste Einsatztaucher stieg ins Wasser und wurde zielgerichtet und schnell durch die Leinenführerin über Funk in Richtung der aufsteigenden Blasen gelotst. Dort fand er den „verunfallten“ Taucher und stellte fest, dass dieser eingeklemmt war. Dies machte es nötig, dass auch der Reservetaucher ins Wasser stieg, um zu unterstützen. Durch die Feuerwehr wurde parallel eine Korbtrage in Stellung gebracht. In diese legten die Einsatztaucher den Verunfallten, eher dieser durch die Feuerwehr den Hang nach oben gezogen wurde.

Bei einer solchen Übung kommt es nicht nur auf das besonnene und sichere Arbeiten an, sondern auch auf die Absprache der Führungskräfte zweier unterschiedlicher Rettungsorganisationen. Die Einheitsführer der Feuerwehr standen im stetigen Kontakt mit dem Taucheinsatzführer der DLRG, um das gemeinsame Vorgehen genau zu koordinieren. Beide Organisationen waren sich einig, dass es eine interessante Lage war, die auch viel Spaß gemacht hat, und dass es nicht bei einer gemeinsamen Übung bleiben soll. Nach dem Reinigen der verschmutzten Ausrüstung und dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft klang der Abend beim gemeinsamen Grillen aus.

 

Letzte, wehmütige Fahrt nach 40 unfallfreien Jahren

Feuerwehrleute bekommen dafür vom Innenministerium das goldene Ehrenzeichen, das Tanklöschfahrzeug der Röthenbacher Feuerwehr dafür eine ehrenvolle letzte Ausfahrt in Begleitung von jungen und altgedienten Feuerwehrkameraden und –innen: nach 40 Dienstjahren wurde dieser Tage das TLF 16 auf Magirus-Fahrgestell außer Dienst gestellt. Die örtliche Wehr hatte mit einem LF 10 erst vor kurzem ein Nachfolgefahrzeug übernommen.

Als besondere Ehrung empfand es der frühere stellvertretende Kommandant Karl Schröppel, dass ihm das Kommando für die letzte Fahrt übertragen wurde. Er ist der letzte noch lebende Feuerwehrmann, der einst das Fahrzeug in Ulm ab Werk übernommen und überführt hatte. Begleitet wurde er von seinen Söhnen Wolfgang, früherer Kommandant der Wehr, und Werner, früherer 1. Vorsitzender des Feuerwehrvereines – beide sind heute mit 59 und 56 Jahren noch aktiv und damit nicht nur bei den Dienstältesten, sondern die letzten Aktiven, die den liebevoll genannten „Tanker“ vom ersten Tag an bei Übungen und im Ernstfall einsetzen durften. Mit ihnen begleiteten zwei Dutzend Feuerwehrleute das Fahrzeug zur Ausmusterungsstelle im Feuerwehrhof Wendelstein, in den man natürlich mit Blaulicht „und Musik“ einfuhr. Nur 23.000 km brachte er auf den Kilometerzähler, aber solche Geräte sind eben nur Kurzstreckenfahrzeuge. Zuvor durchfuhr man am Röthenbacher Richterhaus, dem einstigen Ortsausgang an der Schwarzach, einen Wasservorhang, den die Jugendgruppe mit dem neuen LF 10 aufgebaut hatte.

Das TLF 16 war nicht nur irgendein Feuerwehrauto, nein, es war viele Jahre lang das technische Rückgrat der Wehr. Seine Anschaffung wurde noch von der ehemals eigenständigen Gemeinde Röthenbach St. Wolfgang unter Bürgermeister Eberhard Büttner beschlossen und einziehen durfte es in das nagelneue Feuerwehrhaus in der Feuchter Straße – das, welche Ironie des Schicksals, bereits vor wenigen Monaten weichen musste zugunsten eines energetisch effizienteren, neuen und modernen Feuerwehrgerätehauses. So hat das Fahrzeug sogar seinen „Stall“ überlebt, denn es durfte ein wenig länger bleiben, bis die Wehr mit dem neuen Gerät vertraut war. Die Indienststellung des TLF 16 befähigte die Wehr zum Einsatz unter schwerem Atemschutz und man hatte beachtliche 2.400 Liter Wasser dabei, gekoppelt mit einem Schnellangriff – bedeutende Weichenstellungen damals.

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zogen auch am Feuerwehrdienst interessierte Bürger an und so wuchs die Wehr nach und nach zu einer schlagkräftigen Einheit heran, auf die sich die Bürger heute verlassen können, wenn es ernst wird. Zu schwersten Autobahnunfällen rückte das TLF ebenso aus wie beim Jahrhundertsturm „Wiebke“, als dicke Bäume wie Streichhölzer knickten, z. B. entlang der Straße nach Langwasser. Nur einmal versagte es – ausgerechnet beim allerersten Einsatz, einem Garagenbrand. Die Druckluftbremse des nagelneuen Fahrzeugs ging wegen eines Ventildefektes nicht auf und so stand es mit „tatütata“ im Gerätehaus ohne sich auch nur einen einzigen Meter in Richtung des nur 200m entfernten und in Sichtweite befindlichen Brandherdes „Am Salzstadel“ zu bewegen. Die Mannschaft unter Kommandant Georg Zeller saß kurzerhand ab und rannte zu Fuß die kurze Strecke. Am Ende löschte man ohne Pumpe direkt mit dem Druck des Hydranten. Das Feuer war schnell aus, die Aufregung aber groß.

Nun brachte das TLF 16 die letzte Fahrt unfallfrei hinter sich und wurde mit einem Knopfdruck endgültig durch Ehrenmitglied Karl Schröppel vom Funknetz genommen, „Status 6, nicht einsatzbereit!“ wurde der integrierten Leitstelle übermittelt. Eine Ära ging zu Ende. Rotes Blech, lackiert in RAL 3000, ein paar Dellen, infernalischer Motorlärm des Luftkühlers und abartig stinkende Abgase jenseits jeder Euro-Norm, aber ein bisschen Liebe war es eben auch. „XXX“ hatte man künstlerisch dem Fahrzeug auf die Schulterklappen gemalt. Im Dezember wären es „XXXX“ für 40 Jahre gewesen. Knapp verfehlt. Gute Pflege eben. Aber dann wird man mit dem modernen LF 10 schon in den neuen Feuerwehrhof eingezogen sein und alles wird gut sein, denn das LF 10 kann mehr, viel mehr. Und es wird wahrscheinlich Leben retten und weiterhin von Ehrenamtlichen bedient werden, die rein rennen, wenn andere raus rennen. So wie es immer war, Gott zur Ehr‘ dem nächsten zur Wehr!

 

Modernisierung der Freiwilligen Feuerwehr Röthenbach St./W. fast abgeschlossen

Freitag, den 12. Mai 2017 feierte die Freiwillige Feuerwehr Röthenbach St./W. nicht nur das Richtfest für das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus in der Feuchter Straße 4, sondern auch die Übergabe des neu beschafften Löschgruppenfahrzeuges LF 10 auf MAN-Fahrgestell.

Obwohl das bisher genutzte und in den Siebzigern erbaute Feuerwehrhaus nach außen hin bis zuletzt nach einem widerstandsfähigem Bauwerk aussah, machten altersbedingter Verschleiß und eine besonders schlechte Energieeffizienz einen Neubau nötig. Eine Sanierung wäre nach sachkundiger Prüfung schlicht teurer gekommen als ein Neubau. Die Suche nach einem alternativen Standort blieb erfolglos, so dass abgerissen wurde und die Feuerwehr Röthenbach nun in einem Interimsfeuerwehrhaus in der Bogenstraße untergebracht werden musste. Ende des Jahres werden die Bauarbeiten des neuen Gerätehauses in der Feuchter Straße neben dem alten Friedhof jedoch abgeschlossen sein und zur Freude aller Beteiligten kann noch dieses Jahr der Rückumzug stattfinden. Das neue Gerätehaus besitzt neben drei Stellplätzen einen nach den neuesten Vorschriften räumlich getrennten Umkleidebereich, einen Schulungs-, einen Aufenthalts- sowie einen Jugendraum. Kommandantenbüro, kleinere Funktionsräume und eine Werkstätte mit separater Einfahrt ergänzen den optisch gelungenen Neubau.

Das alte Magirus-Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 sowie das Löschgruppenfahrzeug LF 8 werden jedoch nicht mehr in die neuen Hallen einfahren. Das LF 8 wurde bereits außer Dienst gestellt. Der Tanker wird nach 40 treuen, unfallfreien Jahren ebenfalls zeitnah in den Ruhestand versetzt, sobald das neue LF 10 vollumfänglich von den aktiven Feuerwehrleuten beherrscht wird. Man übt deswegen bereits ständig an dem sehr vielseitigen Fahrzeug. Das neue Löschfahrzeug verfügt über einen Löschmittelvorrat von 1200 Litern Wasser sowie 120 Litern Mehrbereichsschaum, der über eine automatische Schaumzumischung bei Bedarf dem Löschwasser beigemengt werden kann. Weitere Highlights sind vier Atemschutzgeräte in der Mannschaftskabine für die Ausrüstung noch auf der Einsatzanfahrt und weitere zwei im Aufbau, ein Lichtmast und ein Wasserwerfer auf dem Fach.

Neben den Feuerwehrführungskräften Kreisbrandrat Werner Löchl, Kreisbrandinspektor Egbert Petz, Kreisbrandmeister Christian Mederer und Kreisbrandmeister Michael Stark wohnten auch zahlreiche Vertreter der benachbarten Ortsfeuerwehren den Festlichkeiten bei. Aus der Politik konnte erster Bürgermeister und sozusagen oberster Bauherr Werner Langhans, dritter Bürgermeister Willibald Milde, viele Gemeinderäte und Referatsleiter sowie Thomas Brüchert als Vertreter der Regierung von Mittelfranken begrüßt werden. Besonders gefreut hat die Wehr der Besuch der langjährig befreundeten Feuerwehr aus Waging am See aus Oberbayern. Im Beisein der Gäste, der Angehörigen und Ehrenmitglieder der Röthenbacher Wehr trug der Zimmermeister seinen markanten Richtspruch auf der obersten Etage des Baugerüstes vor – über ihm nur noch der Richtbaum, geschmückt mit bunten Fähnchen. Bei strahlendem Sonnenschein ein gelungener Start für eine neue Ära in der Röthenbacher Feuerwehr. Anschließend wurde das neue LF 10 feierlich übergeben und nach alter Tradition durch den katholischen Pfarrer Michael Kneißl und der evangelischen Pfarrerin Alexandra Büttner gesegnet.

Die Feuerwehr Röthenbach schaut insgesamt auf ereignisreiche Jahre zurück, schließlich fand innerhalb von nur vier Jahren nun eine komplette Modernisierung der Gerätschaften der Wehr statt. 2013 erhielt man einen neuen VW-Mannschaftstransportwagen, der das in die Jahre gekommene Mehrzweckfahrzeug ablöste. 2014 konnte ein neuer Beleuchtungsanhänger in Dienst gestellt und damit überörtliche Sondereinsatzaufgaben übernommen werden. 2017 werden schließlich die beiden großen Löschfahrzeuge durch das moderne LF 10 ersetzt. Ende des Jahres wird das neue Feuerwehrhaus die vollständige Rundumerneuerung abschließen. „Wir sehen die Entwicklungen der letzten Jahre nicht als selbstverständlich an und freuen uns sehr darüber. Modernste Geräte und der Neubau zeigen das Vertrauen der Gemeinde in die Zukunft unserer Feuerwehr. Für die Mannschaft ist es ein großer Ansporn, dementsprechend hoch ist auch die Bereitschaft für zusätzliche Ausbildungsveranstaltungen und notwendige Arbeitsdienste neben dem normalen Feuerwehralltag.“, so erster Kommandant Gerhard Vater sichtlich stolz auf seine Mannschaft und überaus zufrieden mit der Neuausstattung.

Beide Kommandanten bestätigt

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Der Feuerwehrkommandant und sein Stellvertreter müssen in Bayern alle sechs Jahre durch die aktive Wehr neu gewählt werden. Auch in Röthenbach bei Sankt Wolfgang stand eine derartige Wahl an. Aus diesem Grund versammelten sich am Dienstag, den 07. März 2017 26 der insgesamt 33 aktiven Feuerwehrleute im Gasthaus „Zur Post“.

Wahlberechtigt sind alle Feuerwehranwärter ab 16 Jahren. Da die Jugendlichen der Röthenbacher Wehr alle jünger sind, durften sie an der Wahl der Kommandanten nicht teilnehmen. Stattdessen führte man im Vorfeld die Wahl eines Jugendgruppensprechers durch. Ähnlich eines Klassensprechers bildet er die Schnittstelle zwischen Jugendwarten und Jugendlichen. Hannah Rösler wurde erste Jugendgruppensprecherin, Lars Kronschnabel ihr Stellvertreter.

Zu Beginn der eigentlichen Veranstaltung wandte sich der amtierende 1. Kommandant Gerhard Vater an seine Mannschaft. Man habe gemeinsam viele Herausforderungen gemeistert, sei es die Einführung des Digitalfunks oder die Planung und Indienststellung des Mannschaftstransportwagens, des Beleuchtungsanhängers und des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF10. Zuletzt natürlich auch der Umzug in das Übergangsfeuerwehrhaus in der Bogenstraße aufgrund des Neubaus in der Feuchter Straße. Ohne den Rückhalt der aktiven Wehr wäre dies nicht möglich gewesen. Besonderer Dank ging an seinen Stellvertreter Michael Rösler, der ihn jederzeit mit Rat und Tat unterstützte.

Unter der Leitung des Gemeindekämmerers Stefan Zeltner wurde anschließend zunächst Gerhard Vater in seinem Amt als erster Kommandant fast einstimmig wiedergewählt. Michael Rösler, der gleichzeitig auch die Position des 1. Vorsitzenden des Feuerwehrvereins innehat, wurde anschließend als stellvertretender Kommandant ebenfalls in seinem Amt bestätigt. Die beiden Gewählten bestreiten damit jeweils ihre zweite Amtszeit.

Einen runden Abschluss boten die nachfolgenden Grußworte des Kämmerers. In den letzten sechs Jahren habe man zusammen bereits viel gemeinsam erreicht und er freue sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Kreisbrandinspektor Egbert Petz schloss sich dem an und freut sich auf einen offenen und ehrlichen Austausch zwischen den bestätigten Kommandanten und der Kreisbrandinspektion.

Einladung zur Kommandantenwahl und Jahreshauptversammlung

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Am 07.03.2017 finden Neuwahlen des Kommandanten und des Kommandanten-Stellvertreters statt. Die Dienstversammlung wählt die neue Kommandantur ab 19:00 Uhr im Gasthaus „Zur Post“.

Die Vorstandschaft und der Verwaltungsrat laden alle Mitglieder recht herzlich zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein. Sie findet am 10.03.2017 ab 18:30 Uhr im Gasthaus „Zur Post“ statt.

Eventuelle Anträge sind bis zum 03.03.2017 in schriftlicher Form bei einem der Vorsitzenden einzureichen.

Bekanntmachung zur Kommandantenwahl

Einladung Mitgliederversammlung

Das neue LF10 – ein weiterer Schritt zur Rundumerneuerung der Röthenbacher Wehr

Lange haben sie darauf gewartet, am 18. November durften die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Röthenbach St./W. dann endlich ihr neues Feuerwehrfahrzeug – ein LF10 – ihr Eigen nennen.

Das MAN-Fahrgestell mit Ziegler-Aufbau wurde von einer kleinen Gruppe von Feuerwehrleuten bei der Albert Ziegler GmbH in Giengen an der Brenz abgeholt, darunter erster Kommandant Gerhard Vater, sein Stellvertreter Michael Rösler sowie Kreisbrandmeister Christian Mederer. Auf dem Werksgelände erhielt die Gruppe eine komplette Fahrzeugeinweisung, die Pumpen wurden am Pumpenprüfstand an ihre Grenzen gebracht und die ein oder andere Sache wurde noch nachjustiert. Gegen Nachmittag machte man sich schließlich begeistert mit dem Fahrzeug auf die Heimfahrt.

Das neue wasserführende Fahrzeug LF10 ersetzt langfristig gesehen die beiden Großfahrzeuge der Wehr. Das LF8 ist bereits außer Dienst gestellt, das Tanklöschfahrzeug bleibt nur noch eine Übergangszeit am Standort bestehen, bis die aktive Wehr ausreichen gut auf das neue LF10 geschult ist. Und zu schulen gibt es viel, denn das neue Fahrzeug besitzt nicht nur mehr Ausrüstung als die beiden alten Großfahrzeuge zusammen, sondern auch weitaus modernere Technik – im Laufe der Jahrzehnte hat sich schließlich viel getan! Highlights des Fahrzeuges sind aber nicht nur die modernen Pumpen (Wasser und Schaum) oder der Wasserwerfer und der Lichtmast auf dem Dach. Vor allem auch fundamentale Dinge wie mehrere Schlauchtragekörbe, zwei Schnellangriffsverteiler, ein Rauchabschluss oder eine Wärmebildkamera, die heutzutage zum Stand der Technik gehören, erleichtern den Feuerwehrleuten den Einsatzalltag enorm.

In der Wehr kommt das Fahrzeug gut an, nichtsdestotrotz sehen sich die Röthenbacher nun einigen neuen Herausforderungen gegenüber. Schon alleine die verfügbare Sitzplatzanzahl wird sich schlagartig reduzieren, wenn letztlich noch das TLF wegfällt. Dies muss vor allem bei der Übungsgestaltung berücksichtigt werden. Auch lässt sich das neue Fahrzeug nur noch mit einem großen Führerschein fahren. Um die Ausrückfähigkeit zu sichern sind bereits zwei Röthenbacher Feuerwehrleute in der Fahrschule und machen den über die Marktgemeinde Wendelstein finanzierten LKW-Führerschein. Auch der Schulungsaufwand darf nicht unterschätzt werden, so sind für 2017 neben dem regulären Übungsbetrieb alleine 4 Einweisungen für das Fahrzeug vorgesehen, zusätzlich werden noch dieses Jahr erste Schulungen durchgeführt.

Erster Kommandanten Gerhard Vater zeigt sich positiv gestimmt und sichtlich stolz auf seine Mannschaft: „Die derzeitige Gesamtsituation verlangt von uns natürlich viel ab, aber die Stimmung ist trotzdem gut, die Leute sind motiviert, kommen zu den Übungen, helfen wo sie können. Selbstverständlich ist es nicht schön, zwei Großfahrzeuge weggeben zu müssen, mit dem LF10 haben wir jedoch einen äußerst modernen und wertvollen Ersatz erhalten. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch die letzten Hürden auf dem Weg zur Rundumerneuerung gut bewältigen werden und kommendes Jahr mit zwei modernen Fahrzeugen und gut geschultem, motiviertem Personal in ein neues Feuerwehrhaus einziehen werden.“

Es brennt! Was nun?

Am Kirchweihmontag, den 11. Juli 2016 fand in der Grundschule Röthenbach St./W. wieder ein ganz besonderer Schultag für Lehrer und Schüler statt – die Freiwillige Feuerwehr war zu Besuch. Die alljährliche Brandschutzerziehung soll den Kindern und Lehrkräften vor allem näherbringen, wie sie sich im Ernstfall eines Feueralarmes in der Schule zu verhalten haben und wie sie Gefahrenquellen bereits im Vorfeld erkennen.

Unter der Leitung von Tilo Bergmann besuchten je zwei Feuerwehrleute eine Klasse und hielten einen anschaulichen Unterricht. Je nach Klassenstufe wurden neben den allgemeinen Verhaltensregeln verschiedenste Themen näher ausgeführt. In der ersten Klasse machte man einen spontanen Ausflug zum nächstgelegenen Feuermelder, die zweite Klasse durfte sich über Malbücher freuen, die Drittklässer staunten nicht schlecht über einen komplett ausgerüsteten Atemschutzgeräteträger und in der vierten Klasse durften sich die Schülerinnen und Schüler einmal selbst an einem Feuerlöscher ausprobieren.

Kurz vor der Pause bimmelte dann auch schon der Feueralarm und die Schülerinnen und Schüler konnten unter Beweis stellen, dass sie im Ernstfall genau wissen, was zu tun ist. Vor allem für die Erstklässler war das natürlich eine aufregende Übung, für die Viertklässler hingegen ist das mittlerweile Routine, denn sie hatten die drei Jahre zuvor ja schon das Vergnügen mit der örtlichen Feuerwehr.

Kurz nachdem sich alle im Pausenhof versammelt hatten, kam auch schon die Feuerwehr mit blitzendem Blaulicht und lautem Martinshorn in den Schulhof gefahren. Die Feuerwehrmänner und -frauen bauten umgehend einen Löschangriff auf und im Anschluss durften die Kinder dann alle einmal selbst mit dem Strahlrohr spritzen. Was für ein herrliches Vergnügen bei angenehm sommerlichen Temperaturen!

Das Highlight des Tages gab es dann traditionell für die dritte Klasse mit ihrer Klassenleitung Frau Jobst. Sie durften mit den Feuerwehrautos ins Feuerwehrhaus fahren und dort wurde den Schülerinnen und Schülern das Feuerwehrhaus gezeigt und alle Autos einzeln erklärt. Nicht nur für die Kinder, auch für die Feuerwehrleute war der Besuch dieses Jahr etwas ganz Besonderes, denn schon nächstes Jahr wird alles anders sein. Das Feuerwehrhaus wird es so nicht mehr geben, da es bald abgerissen und neu gebaut wird. Auch die beiden Großfahrzeuge der Wehr wird es beim nächsten Brandschutzunterricht nicht mehr geben, sie werden durch ein neues modernes Löschfahrzeug ersetzt.

Am Ende führten die Feuerwehrler noch einen Fettbrand vor und zeigten was passiert, wenn man Fett mit Wasser zu löschen versucht. Der durch das schlagartige Verdampfen des Wassers entstandene Feuerball ließ die Grundschüler beeindruckt zusammenzucken. Am Ende verteilten die Feuerwehrleute Tassen mit dem Wappen der Röthenbacher Feuerwehr, damit sich die Kinder immer wieder an den außergewöhnlichen Schultag erinnern.