Insgesamt 19 Jugendliche aus den Ortsfeuerwehren Groß- und Kleinschwarzenlohe sowie Röthenbach bei St.Wolfgang, Sperberslohe und Wendelstein in der Marktgemeinde traten heuer zur Prüfung der „Deutschen Jugendflamme“ an und für alle konnten die Schiedsrich-ter danach einen schönen Erfolg bekannt geben: Alle 19 hatten in den zu prüfenden Stufen 1 bis 3 die Gesamtprüfung auf dem Wendelsteiner Feuerwehrhof problemlos bestanden.

Seit vielen Jahren findet ergänzend zu den Leistungsprüfungen für den Feuerwehrnachwuchs in Bayern für die Jugendlichen der Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Wendelstein auch die Prüfung zur „Deutschen Jugendflamme“ als Praxis- und Wissenstest statt. In drei Stufen mit zusätzlichen Prüfungsaufgaben werden dabei technische und praktische Grundlagen für den Feuerwehrdienst bei den Jugendfeuerwehren geprüft: Während bei Stufe I noch das theoreti-sche Wissen dominiert, beinhaltet die Stufe II schon einen praktischen Teil mit einer Gruppen-aufgabe und die Stufe III rückt praktische Einsatzaufgaben noch mehr in den Vordergrund.
Bei allen Prüfungsstufen sind Fragen zur Fahrzeug- und Gerätekunde die Grundlage der „Deut-schen Jugendflamme“. Die Teilnehmer der Stufe II hatten mit dem „Wasserringmonitor“ eine zusätzliche Aufgabe und bei Stufe III galt es praktische „Erste Hilfe“ zu leisten und einen Lösch-angriff unter erschwerten Bedingungen aufzubauen. Dieses Jahr nahmen 19 Jungfeuerwehrler aus den Ortswehren Groß- und Kleinschwarzenlohe, Röthenbach St.Wolfgang, Sperberslohe und Wendelstein an der Prüfung teil. Kreisbrandinspektor Egbert Petz und Matthias Hiltner als Fach-KBM für Jugendarbeit sowie 2.Bürgermeister Klaus Vogel und Kreisbrandmeister Christian Mederer verfolgten als Ehrengäste den Prüfungsablauf.

Die guten Wünsche, die 2.Bürgermeister Klaus Vogel ebenso wie Kreisbrandinspektor Egbert Petz und Kreisbrandmeister Christian Mederer zu Beginn der Prüfung in ihren Grußworten den Jugendlichen mit auf den Weg gaben, erfüllten sich alle: Von den Schiedsrichtern aus den Wehren der Marktgemeinde bei ihren jeweiligen Aufgaben begutachtet, schafften alle Jugendli-chen jeweils in ihrer Stufe die „Deutsche Jugendflamme“, wozu die Ehrengäste nach Ende der Gesamtprüfung mit allen theoretischen wie praktischen Aufgaben den Prüflingen gratulierten. Die Großschwarzenloher Wehr war diesmal durch Dominik Riedel (Stufe I) vertreten.
Aus Kleinschwarzenlohe traten Julia Albert (Stufe I) und Leonhardt Eskofier (Stufe II) an sowie Tim Hauffenmeyer, Paul Nestmeyer und Rico Zanki (alle Stufe III) zur Prüfung an. Die Röthen-bacher Wehr war mit Christine Graeff, Alina Petzold, Christian Mehl und Jonas Vater (alle Stufe I) sowie Hannah Rösler, Anna Sczeponik, Maximilian Schummer und Johannes Stadick (alle Stufe II) vertreten. Larissa Kammerer und Daniel Ritter aus Sperberslohe sowie Niklas Fuchs und Luca Oedt aus Wendelstein schafften die Stufe I. Ein besonderer Dank galt zudem Anna-Lena Feder und Sandra Heider, die als „Auffüller“ ohne Wertung die Prüfungsgruppe unterstützten.

 

„Einsatz für die Jugendfeuerwehr der Marktgemeinde Wendelstein. Gebäudebrand Tiefentalstraße, Röthenbach.“ Mit dieser Meldung war die Brotzeitpause beendet. Mädchen und Jungen aus den Feuerwehren Groß- und Kleinschwarzenlohe, Röthenbach b. St. W., Sperberslohe sowie Wendelstein flitzten zu ihren Löschfahrzeugen und schon ging es mit Blaulicht vom Hof des Wendelsteiner Gerätehauses.

Einmal im Jahr veranstaltet die Gesamtjugendfeuerwehr des Marktes Wendelstein eine 24-Stunden-Übung. So auch dieses Jahr am Wochenende des 29. und 30. September. Kleine Übungen und Freizeitaktivitäten werden immer wieder von eingespielten Einsätzen unterbrochen, die von den Nachwuchsrettern gemeistert werden müssen. So begann es – wie bei einer echten Berufsfeuerwehr – mit der Fahrzeugübernahme. Die Jugendlichen wurden einem Löschfahrzeug zugeteilt und machten sich mit diesem vertraut. Wo sind die Schläuche und Strahlrohe? Wo die Scheinwerfer? Danach gab es erstmal eine Vesper, die, wie auch alle anderen Mahlzeiten, vom Team der Feldküche mit viel Liebe und Herzblut vorbereitet wurde. Doch, wenn der Alarmgong geht, wird dem leckersten Essen keine Beachtung mehr geschenkt. In der Röthenbacher Tiefentalstraße rauchte es und von der Terrasse des Einfamilienhauses waren Hilferufe zu hören. Die Feuerwehrler hatten einiges zu tun. Sie mussten die zwei Verletzten retten und anschließend versorgen sowie mit der Brandbekämpfung beginnen. Damit genügend Wasser zur Verfügung stand, wurden zwei Standrohre gesetzt und viele Schläuche verlegt. Schließlich wurde das angenommene Feuer mit vielen Rohren erfolgreich gelöscht. Zurück am Gerätehaus der Feuerwehr Wendelstein, das als Unterkunft diente, mussten die Fahrzeuge wieder einsatzklar gemacht und die benutzten Schläuche gewaschen werden. Danach wartete auch schon das Mittagessen.

Da die Fahrzeugbesatzungen aus Jugendlichen aus allen Ortschaften zusammengewürfelt waren und auch einige erst ganz neu zur Jugendfeuerwehr gekommen sind, stand am Nachmittag Teambuilding auf dem Programm. Bei verschiedenen Spielen und beim Bewältigen von kniffligen Aufgaben konnte man sich näher kennenlernen sowie Kommunikation und Teamgeist trainieren – Eigenschaften die bei der Feuerwehr sehr wichtig sind. Der nächste Alarm stellte sich als Fehlalarm heraus, so dass man schnell wieder zur Übung mit dem Sprungretter bereit war. Früher hielten sechzehn Feuerwehrleute das Sprungtuch, heute reicht eine kleine Druckgasflasche, um das große Polster aufzustellen. Vom Balkon des Schlauchturms sprang dann auch gleich eine Übungspuppe hinunter.

Es war mittlerweile dunkel geworden, als der nächste Alarm um kurz vor acht Uhr einging. In Sperberslohe war es bei einer Betriebstankstelle zum Unfall gekommen. Eine Person lag unter einem Fass und ein Schacht musste abgedichtet werden. Damit man sicher arbeiten konnte, musste die gesamte Szenerie auch ausgeleuchtet werden. Da der Rüstwagen bei diesem Einsatz mitausgerückt war, nutzte man die Gelegenheit, um gleich noch die Hebekissen zu beüben. Manche schliefen schon, manche brachten noch kein Auge zu, als um halb zwölf wieder der Gong ging. Am Großschwarzenloher Bolzplatz brannten zwei Mülltonnen. Zu diesem Einsatz rückten auch die First Responder der Malteser Wendelstein aus, um zu schauen, was die Jugendlichen so leisten. Kaum an der Einsatzstelle, wurde mitgeteilt, dass wenige hundert Meter weiter eine weitere Tonne brannte. Schnell wurde ein Löschfahrzeug aus dem Einsatz gelöst und dorthin beordert. Nach diesem Einsatz und dem Wiederherstellen der Bereitschaft hieß es für alle „ab ins Bett“.

Der große Zeiger der Uhr stand noch auf der Fünf, draußen herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt als auch der süßeste Traum beendet werden musste. Es ging zur Rangauhalle nach Kleinschwarzenlohe. Das Einsatzstichwort war Türöffnung mit Menschenrettung. Zwei Jugendlichen arbeiteten fachmännisch mit dem Spezialequipment um Schlösser zu knacken, während die Kameradinnen und Kameraden draußen die Nacht mit ihren Scheinwerfern erhellten. Kaum war die Tür überwunden, gingen Trupps zur Personensuche in die Halle. Eine Person konnte nach draußen geführt werden, doch die Puppe, die in der engen Umkleidekabine gefunden wurde, wollte partout nicht aufstehen. Zur Rettung wurde der sogenannte Leiterhebel verwendet. Eine Methode, bei der die Trage mittels einer Steckleiter, die wie ein Hebel verwendet wird, zu Boden gebracht wird. Dies erfordert einiges an Können, Geschick und Kraft. Sicher und ruhig schwebte die Trage samt Puppe zu Boden.

Zurück am Feuerwehrhaus wurde „klar Schiff“ gemacht. Die Räume wurden gereinigt und auch die Fahrzeuge vom Schmutz der letzten Stunden befreit. In manchem Gesicht war zu sehen, dass die Nacht etwas kürzer als gewohnt war. Müde aber glücklich konnten alle um zehn die Heimreise antreten. Besten Dank an alle Unterstützer, Helfer, Betreuer, Darsteller und das Küchenteam!

 

Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Wendelsteins polnischer Partnerkommune Zukowo kamen nach Mittelfranken und erlebten abwechslungsreiche Tage. Gemeinsam wurde die Freundschaft weiter vertieft.

Im Mai letzten Jahres war die Gesamtjugendfeuerwehr des Marktes Wendelstein in die polnische Partnergemeinde Zukowo gefahren. Dort konnten über Landes- und Sprachgrenzen hinweg neue Freundschaften geschlossen werden. Nun statteten, vom 19. bis 23. Juli, die Jugendlichen aus der Nähe von Danzig ihren deutschen Freunden einen Gegenbesuch ab. Platz fanden die zehn Jugendlichen und ihre Betreuer im Gerätehaus der Feuerwehr Wendelstein, wo das Team der Feldküche für das leibliche Wohl sorgte. Natürlich hatten sich die Mittelfranken ein spannendes Programm ausgedacht.

Nach der eintausend Kilometer weiten Anreise begrüßte man die Gäste am Donnerstagabend mit einem gemeinsamen Grillen, zu dem auch Wendelsteins Bürgermeister Werner Langhans kam. Am Freitagmorgen ging es zuerst hoch hinaus. In den Wipfeln des Kletterwaldes Stassmühle hatte man richtig Spaß, ehe man die Schlauchboote der Feuerwehr verlud und an den Rothsee fuhr. Der Badesee bot bei hochsommerlichen Temperaturen perfekte Abkühlung. Nach dem Abendessen erkundete man Nürnberg. Vorbei an Lorenzkirche und Hauptmarkt erklomm man den Burgberg, um von der Freiung aus den Blick über die von der Abendsonne angestrahlte Stadt zu genießen. In der malerischen Weißgerbergasse klang der Tag entspannt aus. Am Samstag ging es gemeinsam mit den deutschen Jugendlichen zum Kreisjugendfeuerwehrtag nach Eckersmühlen. Leider meinte es Petrus diesmal nicht gut mit den Feuerwehrlern und ließ es das ganze Wochenende hinweg regnen. Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch. In polnisch-deutsch gemischten Teams wurden am Samstag die Dorfrally und am Sonntag das Spiel ohne Grenzen gemeistert. Kommuniziert wurde in drei Sprachen, Englisch, Deutsch und Polnisch, sowie mit Händen und Füßen. Das sorgte für staunende und anerkennende Blicke so mancher Zuschauer. Zurück in Wendelstein wurde bei einem gemeinsamen Essen der letzte Abend begangen und bis tief in die Nacht gefeiert und getanzt. Bei der Abreise am frühen Montagmorgen freuten sich alle auf ein baldiges Wiedersehen in Zukowo oder Wendelstein.

Zur Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses gehören – ganz im Sinn des Spruchs „Früh übt sich“ – neben Übungen und Belehrungen auch bereits fachliche Prüfungen. Eine dieser Prüfungen stand jetzt für acht Jungfeuerwehrleute der Ortswehren Großschwarzenlohe, Kleinschwarzenlohe, Röthenbach St.Wolfgang und Wendelstein mit dem Bayerischen Jugendleistungsabzeichen an. Dank der guten Vorbereitung bestanden alle Jugendlichen – zwei Mädchen und sechs Jungen – die Leistungsprüfung mit Einzel- und Truppaufgaben erfolgreich.

Das bayerische Jugendleistungsabzeichen ist neben dem deutschen Jugendleistungsabzeichen und dem jährlichen Wissenstest eine der Hauptprüfungen in der Ausbildungszeit der Jugendfeuerwehr. Nach intensiver Vorbereitung stellten sich jetzt insgesamt acht Jugendliche aus vier Ortswehren der Marktgemeinde dieser Aufgabe. Unter den Augen der Prüfer hatten sie mehrere Aufgaben im Rahmen vorgegebener Zeit zu absolvieren. Die Prüfung teilte sich in drei Abschnitte auf mit einer schriftlich-theoretischen Wissensprüfung und jeweils fünf Aufgaben als Einzelperson und zu zweit als Einsatztrupp.

Bei den Einzelprüfungen war gefordert, Standardknoten wie etwa den Halbschlag oder einen Rettungsknoten am Gerät bzw. am eigenen Feuerwehrkameraden anzulegen, bestimmte Gerätschaften ihrem Einsatzbereich in der Feuerwehr mit Erläuterung zuzuordnen oder eine Förderschlauch- und eine Saugschlauchleitung zu kuppeln. Bei den Truppübungen galt es einen Löschangriff richtig aufzubauen, mit der Kübelspritze ein Wassereimer zielgenau zu treffen und weitere feuerwehrtechnische Aufgaben. Die acht Jugendlichen hatten sich in den Tagen vor der Prüfung gut darauf vorbereitet und absolvierten alle Aufgaben problemlos.

Lob und Dank für Feuerwehrnachwuchs

Ein interessierter Beobachter im Hintergrund war auch 1. Bürgermeister Werner Langhans, der sich in seinem Grußwort von den Leistungen des Feuerwehrnachwuchses beeindruckt zeigte und allen Jugendlichen für ihre Bereitschaft dankte, sich schon jetzt für die Feuerwehr und damit später auch im Not- und Einsatzfall für ihre Mitmenschen zu engagieren. Auch die Prüfer mit Kreisbrandmeister und Kommandant Christian Mederer, Kreisbrandmeister Matthias Hiltner sowie die zuständigen Gesamtjugendwarte gratulierten nach Abschluss der praktischen Aufgaben und des Theorietests den Jungfeuerwehrlern zu ihrem Leistungsabzeichen.

Ein Dank galt zudem Thilo Bergmann als Gesamtjugendwart aller Ortswehren in der Gemeinde und den Jugendwarten der einzelnen Ortwehren für die gute Vorbereitungsarbeit mit den Prüfungsteilnehmern. Von der Feuerwehr Großschwarzenlohe trat Fathi Kütükcü zur Leistungsabzeichen-Prüfung an und aus Kleinschwarzenlohe Tim Hauffenmeyer und Paul Nestmeyer. Von der Röthenbacher Wehr nahmen Jonas Günther und Johannes Stadick teil und von der Feuerwehr Wendelstein Sandra und Tanja Heider sowie Luca Oedt. Alle acht Teilnehmer erhielten mit der Gratulation zusammen bei den Dankworten auch ihr Leistungsabzeichen.

 

Jugendliche der Feuerwehren Groß- und Kleinschwarzenlohe, Raubersried, Röthenbach b. St. W. sowie Wendelstein waren heute im Rahmen der Gesamtjugend Markt Wendelstein zu Besuch auf der Feuerwache 4 der Berufsfeuerwehr Nürnberg in der Nähe des Hafens.

Im Hof der Wache wurden wir von Rene Bittner von der 1. Wachabteilung empfangen, der uns engagiert und launig über das gesamte Gelände führte. Er begann die Führungen mit Ausführungen zu Strukturen und zum Tagesablauf der Berufsfeuerwehr sowie der Gliederung der großen Feuerwache. Im Inneren ging es zuerst in die Wachzentrale, von der aus nicht nur die Zugangskontrolle zur Wache und der Dienstbetrieb geregelt werden, sondern in der auch Brandmeldeanlagen auflaufen und die sogenannte FeuDu gesteuert wird, mit deren Hilfe grüne Wellen für den ausrückenden Löschzug geschaltet werden können. Ebenfalls bildet der Raum eine Rückfallebene für die Integrierte Leitstelle, die sich auch auf dem Gelände der Wache 4 befindet.  Weiter ging es zu den Ruhe- und Sozialräumen der Wachmannschaft. Hier durfte natürlich eine Vorführung der legendären Rutschstangen nicht fehlen. In der Küche, in der sich die Feuerwehrleute selbstverpflegen, erfuhren wir augenzwinkernd von der Obsession für Schweinefleisch, welches bestenfalls in jedem Gericht enthalten sein sollte. Weiter ging es in die Atemschutzübungsstrecke in welcher gerade der Lehrgangsabschluss von freiwilligen Feuerwehrleuten aus dem Nürnberger Stadtgebiet stattfand. Dort war nicht nur ein PKW-Unfall dargestellt, sondern es gab auch einen mehrstöckigen Gitterkäfig, der aktuell dem Aufbau eines Studentenwohnheims nachempfunden ist und in dem in völliger Dunkelheit gearbeitet werden muss. Auch ein umfangreich ausgestatteter Fitnessraum ist dort zu finden. Angeschlossen an diesen Trakt ist die Atemschutzwerkstatt, die sich um alle Atemschutzgeräte der fünf Berufsfeuerwehren und 18 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt kümmert. Mehr als viertausend Pressluftatmer werden dort im Jahr geprüft und befüllt. Vorbei an der KFZ-Werkstatt ging es zur Brandübungsanlage, in welcher Kameraden aus Erlangen den Innenangriff trainierten. In diesem Containerbau können Brandereignisse, wie beispielsweise ein Küchen- oder Werkstattbrand, realitätsnah dargestellt werden. Im äußersten Eck des Geländes gibt es die Möglichkeit das Erden von U- und Straßenbahn zu üben. Nächste Station war die Fahrzeughalle. Rene führte uns dort eines der neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuge und den Gerätewagen Atemschutz/Wasserrettung, auf dem er an diesem Tag eingeteilt war, en détail vor. Letzte Station war das Tauchbecken, welches sich im Turm der Wache befindet. Hier können die Taucher der Berufsfeuerwehr auch in den Wintermonaten üben. Nach zweieinhalb Stunden ging es zufrieden und beladen mit vielen Eindrücken wieder gen Heimat.

 

Im Rahmen einer Gruppenübung konnte Marcel Rudat, Inhaber der Firma Rudat Arbeitsschutz aus Nürnberg, der Freiwilligen Feuerwehr Röthenbach b. St. W. zwei Spenden überreichen – und das ist nicht das erste Mal, dass sich das Unternehmen engagiert.

Dieses Mal konnten sich vor allem die Jüngsten freuen. Für die Mitglieder der Röthenbacher Jugendfeuerwehr gab es schicke neue T-Shirts mit Brust- und Rückenbedruckung, bei deren Gestaltung sie selbst mitwirken konnten. Das Team der Brandschutzerziehung, welches jährlich die örtliche Grundschule und den Kindergarten besucht, um dort den Kindern das richtige Verhalten im Ernstfall zu vermitteln, erhielt einen speziellen Schlauchtragekorb. In diesem sind drei D-Schläuche, drei D-Hohlstrahlrohre und ein Verteiler untergebracht. Der Großbuchstabe D steht im Feuerwehr-Jargon dafür, dass das Material der kleinsten Kategorie zu zuordnen ist. In der Brandschutzerziehung ist dies praktisch, denn so müssen die Kinder, wenn sie spritzen möchten, nicht das Gewicht der großen Schläuche halten. Dass das Material gut ankommt, zeigte sich bereits in diesem Jahr beim Besuch der Grundschule, wo es erstmals verwendet wurde und Augen zum Leuchten brachte.

Bei Rudat Arbeitsschutz handelt es sich um einen Wiederholungstäter, was die Unterstützung der Röthenbacher Feuerwehr betrifft. So konnten die Kommandanten erst im März zwei Totmannwarner dankbar entgegennehmen. Dieses kleine Gerät trägt ein jeder Atemschutzgeräteträger mit sich. Hat er einen Unfall und kann sich nicht mehr bewegen, so ertönt ein sehr lauter und durchdringender Alarmton, mithilfe dessen seine Kameraden ihn auch bei „Null-Sicht“ finden und retten können. Ein weiterer Baustein für die Sicherheit der Truppe, aber auch aller Röthenbacher, war die Spende eines Automatisierten Externen Defibrillators, kurz AED oder Defi genannt. Dieser fährt auf dem neuen Löschgruppenfahrzeug mit zum Einsatz und kann bei Herzrhythmusstörungen lebensrettend sein. Aufgrund seiner Bauart lässt sich das Gerät besonders einfach bedienen. Die Feuerwehr bedankt sich für die großzügigen Zuwendungen, die nicht nur den Einsatzkräften, sondern der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen!

 

Ein Highlight im Kalender der Jugendfeuerwehren im Markt Wendelstein ist die gemeinsame 24-Stunden-Übung, die in diesem Jahr am letzten Wochenende der Sommerferien stattfand. Ein spannendes Wochenende voller Übungen und fiktiver Einsätze wartete auf die 25 Jugendlichen aus vier Ortswehren und deren Betreuerteam.

Als perfekte Herberge diente erneut die Rangauhalle in Kleinschwarzenlohe, in deren Küche das Team der Wendelsteiner Feldküche zaubern konnte. Nachdem die Jugendlichen ihre Feldbetten aufgebaut hatten, begann um neun Uhr der Tag wie bei einer Berufsfeuerwehr. Es erfolgte die Einteilung auf die Fahrzeuge und die Kontrolle der Gerätschaften. Als man sich mit dem Material vertraut gemacht hatte, konnte man sich mit einer Brotzeit stärken. Die Pause wurde vom ersten Alarm des Tages jäh unterbrochen. In Raubersried brannte zwischen der Rosengartenstraße und Am Bühl ein Acker! Mit allen fünf Fahrzeugen rückte die Gesamtjugendfeuerwehr aus. Als man Raubersried erreichte, heulte die Sirene und alle wussten: Jetzt wird’s ernst! Während über die Rosengartenstraße eine Schlauchleitung verlegt wurde, pendelten über die Straße Am Bühl die Landwirte mit ihren Vakuumfässern um Löschwasser heranzubringen. In der Ortsmitte war hierfür ein Faltbehälter aufgebaut worden, aus dem das Wasser für die Fässer entnommen werden konnte. Im Ernstfall können die Raubersrieder Bauern so aufsummiert 35.000 Liter Löschwasser auf einmal mobilisieren. Während man dem Feuer zu Leibe rückte, ereignete sich auf einem Hof auch noch ein Unfall mit einer landwirtschaftlichen Maschine. Auch hier konnte die Jugendfeuerwehr schnell und professionell helfen. Kurz vor zwölf Uhr war das Feuer gelöscht und man begann damit Schläuche und Fahrzeuge zu reinigen. Zurück in Kleinschwarzenlohe wartete bereits das Mittagessen, dass man sich redlich verdient hatte. Weiter ging es mit einem Übungsblock. Aufgeteilt in Kleingruppen beschäftigte man sich mit dem Thema Leitern und trainierte das Saugleitungskuppeln. Noch vor dem Ende der Übung wurde man erneut zu einem Einsatz gerufen. In einer Landmaschinenhalle in der Rangaustraße war es zu einem Unfall und einem Brand gekommen. Mit der Wärmebildkamera wurde die große Halle durchsucht und die vermisste Person schließlich gerettet, während draußen mehrere Strahlrohrstrecken aufgebaut wurden.

Am späten Nachmittag stand Formalausbildung auf dem Übungsplan. Da Ordnung auch bei der Feuerwehr eine große Rolle spielt, übte man das Antreten und gemeinsame Marschieren, um auch in der Öffentlichkeit ein gutes Bild abzugeben. Nachdem man die leckeren selbstgemachten Cheeseburger zum Abendessen verdrückt hatte, war Freizeit angesagt. Doch auch diese währte nicht lange. Kurz nach 19 Uhr wurde die Gesamtjugend in die Alte Salzstraße nach Röthenbach gerufen. Dort saß ein Arbeiter in einem Schacht fest, da ihm „böse Buben“ die Leiter stibitzt hatten. Nachdem die Einsatzstelle ausgeleuchtet war, gelang die Rettung sehr schnell. Parallel zu diesem Einsatz wurden zwei Löschgruppenfahrzeuge in die Föhrenstraße alarmiert. Auf einem nahen Waldweg waren ein Radfahrer und ein Fußgänger kollidiert und es galt Erste Hilfe zu leisten. Nach der medizinischen Versorgung wurde eine verletzte Person noch zur nahen Straße transportiert. Der restliche Abend stand dann wieder zur freien Verfügung bis um 22 Uhr die Lichter in der Rangauhalle ausgingen, um schon bald wieder anzugehen. Um 22:39 Uhr ging es mit Blaulicht in den Schaftnacher Weg nach Großschwarzenlohe. Ein Forstarbeiter war am Abend nicht heimgekommen und wurde im Wald vermisst. Nachdem die Suche mit der Wärmebildkamera begann, konnte der Gesuchte eingeklemmt unter einem Baum gefunden werden. Die nicht gerade einfache Rettung gelang den Jugendlichen problemlos. Um kurz nach Mitternacht konnte dann der verpasste Schlaf nachgeholt werden. Um halb sechs Uhr morgens war allerdings die Nacht vorbei! Alle mussten raus aus den warmen Betten und auch der Rüstwagen der Feuerwehr Wendelstein fuhr die Einsatzstelle an. In den Gibitzen hatten sich zwei Autofahrer ein illegales Rennen geliefert und einen Unfall gebaut. Während eine Person getürmt war, war der andere Fahrer in seinem VW-Golf eingeklemmt. Mit schwerem technischen Gerät schritten die Jugendlichen ans Werk. Man entschied sich für eine Tunnelrettung. Hierfür wurde mit dem hydraulischen Rettungssatz die Heckklappe und ein Teil des Daches entfernt, ehe der Verletzte mittels des Spineboards achsengerecht aus dem Auto geholt werden konnte. Der geflüchtete Fahrer konnte am nahen Gymnasium gefunden werden. Als alle Arbeiten beendet waren, ging die Sonne bereits über Wendelstein auf. Zurück in der Rangauhalle wurde man vom Duft von Eiern und Speck empfangen. Abschließend galt es die Halle und die Fahrzeuge zu reinigen, bevor alle erschöpft aber glücklich den Heimweg antreten konnten. Man freut sich schon auf das nächste Mal! Herzliches Dankeschön an alle Unterstützer!

 

Gesamtjugendfeuerwehr Wendelstein zu Gast in der polnischen Partnergemeinde Żukowo

Im Rahmen ihres gemeinsamen Pfingstausfluges erlebten die Jugendlichen aus sechs verschiedenen Feuerwehren des Marktes Wendelstein eine unvergessliche Woche in der polnischen Partnergemeinde Żukowo. Neben vielen Impressionen konnten die Jugendlichen auch viele neue Freunde gewinnen – Völkerverständigung im besten Sinne!

Traditionell unternimmt die Gesamtjugend einen gemeinsamen Pfingstausflug, doch heuer war dieser aufgrund der Reisedauer und Entfernung etwas Besonderes. Ziel war Wendelsteins Partnergemeinde Żukowo in Pommern. Nach langer Zugfahrt erreichten die Jugendlichen und deren Betreuer die Kleinstadt in der Nähe Danzigs. Als Schlafquartier konnte das niegelnagelneue Feuerwehrhaus des Ortes bezogen werden. Die polnischen Gastgeber hatten sich auch ein Programm für die nächsten Tage ausgedacht, dass keinen Wunsch offenließ. Am Pfingstsonntag besuchte man einen Feuerwehrwettkampf in einem Ortsteil Żukowos. Unter den Augen sehr vieler Zuschauer wurde unter anderem ein Löschangriff mit zwei Rohren vorgetragen, bei dem die Geschwindigkeit im Fokus stand. Die polnischen Gruppen, darunter nicht nur Jugendfeuerwehren, sondern auch Erwachsene und sogar ein Team der Berufsfeuerwehr, kämpften um jede Sekunde. Einige Teilnehmer wurden dabei mitunter sehr nass, da der Maschinist an der Pumpe bereits Vollgas gab, ehe so mancher Schlauch richtig angekuppelt war. Auch eine Gruppe der Wendelsteiner Gesamtjugend konnte sich beim Löschangriff beweisen und gab sich keine Blöße. Der mittlerweile einsetzende Starkregen tat der Freude keinen Abbruch, als man einen Pokal für die Teilnahme entgegennehmen konnte. Die für den Wettbewerb aufgebauten Faltbehälter wurden dazu genutzt, manchen ein unfreiwilliges Bad zu gönnen. So war das Eis zwischen polnischer und deutscher Jugend schnell gebrochen. Zurück im Feuerwehrhaus Żukowo gab es nicht nur für alle Jugendlichen gemeinsame T-Shirts, sondern auch fränkische Bratwürste vom Grill. Dass die Ochotnicża Straz Pożarna, wie man die Freiwillige Feuerwehr auf Polnisch bezeichnet, in Żukowo keine verschlafene Dorfwehr ist, zeigte sich daran, dass die polnischen Kameraden das Essen zweimal wegen Einsätzen verlassen mussten. Es waren bereits der dritte und vierte an jenem Sonntag. Da in der Nähe der Wache ein gefüllter Faltbehälter gefunden wurde, wiederholte sich die Prozedur vom Nachmittag. Alle polnischen und deutschen Jugendlichen, wie auch deren Betreuer überstanden den Abend nicht in trockener Kleidung.

Das Freilichtmuseum in Szymbark besuchte man am Pfingstmontag. Neben einem auf dem Kopf stehenden Haus, verschiedenen für die Region typischen Hütten, gab es auch das längste mit der Hand geschnittene Brett der Welt zu bewundern. Mit einem Pferdegespann ging es zur höchsten Erhebung der Kaschubei. Vom dortigen Aussichtsturm konnte man den Blick über die schöne Landschaft schweifen lassen. Zurück in Żukowo war man Gast im Rathaus ehe es am Abend zu einem Grillplatz in einer der Flussschleifen der Radunia ging. Bei einer Spieleolympiade und am Lagerfeuer vertieften polnische und deutsche Jugendliche ihre Freundschaften. Am Dienstag stand das nahe Danzig auf dem Programm. Nach einer Führung durch die Straßen der Stadt und hinauf auf den Turm der Marienkirche besuchten die Wendelsteiner das Europäische Zentrum der Solidarität, wo man über die Ereignisse die sich am berühmten Werfttor 2 abspielten, informiert wurde. Beladen mit vielen Eindrücken ließ man den Abend mit einem Besuch des Volkswagen-Museums samt Grillen in einem Ortsteil Żukowos ausklingen.

Am nächsten Tag ging es in ein Technikmuseum. Die wilde Fahrt mit einem Kettenfahrzeug durchs Gelände, stellte so manche Achterbahn in den Schatten und war das Highlight. Am Abend bewunderte man die frisch renovierte Kirche der Partnergemeinde, durch die der örtliche Priester führte. Mit dem Zug ging es am Donnerstag in die Hafenstadt Gydina. Ein paar Unerschrockene wagten gar den Sprung in die kalten Wogen der Ostsee. Da der letzte Abend in Żukowo gekommen war, war es nun an den deutschen Jugendlichen, eine Spieleolympiade für ihre polnischen Gastgeber auszurichten. Die erdachten Spiele kamen nicht nur bei den Kids gut an, auch der ein oder andere Erwachsene prüfte sein Geschick. Als es draußen dunkel wurde, gingen auch die Lichter in der Fahrzeughalle aus. Die Blaulichter der Feuerwehrautos sorgten für Discoatmosphäre, sodass bis tief in die Nacht getanzt werden konnte. Am Freitagmorgen ging es sehr früh zum Danziger Bahnhof – müde aber rundum glücklich bestiegen alle den Zug gen Heimat. Die Jugendlichen hatten nicht nur eine Partnerschaft gepflegt, sondern auch neue Freunde gefunden.

Die Gastfreundschaft mit der die Polen ihren jungen Gästen begegneten ist kaum in Worte zu fassen. Jeden Tag nahmen sich mindestens zwei von ihnen frei, um die Wendelsteiner Gruppe zu begleiten und als Helfer, Fahrer oder Dolmetscher zur Verfügung zu stehen. Ein herzliches Dankeschön an die tolle Truppe rund um Vorstand Dawid Drewa und Kommandant Ryszard Mehring! Man freut uns auf ein Wiedersehen in Wendelstein.

Der erste richtig sommerliche Tag des Jahres bot perfekte Rahmenbedingungen für die gemeinsame Monatsübung der Jugendgruppen des Marktes Wendelstein. Geübt wurde der Löschangriff und da man solch eine Übung selten trocken übersteht, war man natürlich dankbar für das perfekte Wetter. Als Übungsobjekt dienste uns die Röthenbacher Grundschule. Mit insgesamt sechs Strahlrohren wurde der fiktive Dachstuhlbrand gelöscht. Das Wasser bezogen wir aus zwei Hydranten in der Nähe. Da das Durchschnittsalter der teilnehmenden Kinder recht niedrig war – die alten Hasen der Jugendfeuerwehr übten gleichzeitig auf der Kreissportanlage für ein Abzeichen – hielt man den Schwierigkeitsgrad noch recht einfach, so dass sich alle mit der Technik und den nötigen Handgriffen vertraut machen konnten. Für einige war es ihr erster Löschaufbau nach der sogenannten „Feuerwehrdienstvorschrift 3“. Die Ausbilder freute es sehr zu sehen, dass es allen richtig Spaß machte. Aber nicht nur für die Kinder war es eine Prämiere, auch das neue Röthenbacher LF10 war das erste Mal bei einer Gesamtjugendübung dabei.

Jeden Monat treffen sich alle Jugendfeuerwehren der Gemeinde zu einer gemeinsamen Übung. Im April standen die Kleinlöschgeräte auf dem Programm – also alle Löschgeräte, die besonders für Klein- und Entstehungsbrände geeignet sind.

Bevor es in die Praxis ging, war ein wenig Theorie nötig. Schließlich gibt es verschiedene Löschgeräte und Löschmittel – und nicht jeder Löscher oder jedes Löschmittel ist für jeden Brand geeignet. Man denke nur daran, man würde einen Fettbrand mit Wasser löschen – die daraus resultierende Fettexplosion wäre fatal!

Den Umgang mit Feuerlöschern lernt man am besten praktisch und an echtem Feuer. Für manche unserer Nachwuchskräfte war das wohl der erste richtige Brand, den sie löschen konnten. Das ist immer eine aufregende Sache! In einer abgelegenen Sandgrube dienten Flüssigkeitsbrände in zwei Wannen als Übungsobjekt. Routiniert und sicher – natürlich unter Begleitung eines Ausbilders – gingen die Jugendfeuerwehrler ans Werk und machten das Feuer aus. Bei Feuer, Rauch und Pulvernebel entstand so eine ganz besondere Atmosphäre. Jeder konnte die Feuerlöscher ausprobieren und so wichtige Erfahrungen sammeln. Die helfen unseren jungen Kameradinnen und Kameraden nicht nur in ihrem Ehrenamt bei der Feuerwehr, sondern auch daheim, schließlich sollte in jedem Zuhause ein Feuerlöscher zu finden sein.