Spannende Übung in Einfamilienhaus
Der Einsatz von Atemschutzgeräteträgern gehört zu den komplexesten und gefährlichsten Szenarien, mit denen sich Feuerwehrleute konfrontiert sehen. Daher ist es von außerordentlicher Bedeutung die Abläufe immer wieder zu trainieren, um handlungssicher zu sein. Im Juli konnten wir unter realistischen Bedingungen in einem Einfamilienhaus üben, das abgerissen werden soll.
Von der Übungsleitung wurde ein Kellerbrand simuliert. Das Untergeschoss des Gebäudes wurde mithilfe einer Nebelmaschine in Rauchschwanden gehüllt, so dass man kaum noch die Hand vor Augen sah. Stroboskop-Lichter stellten das Feuer da. Die Übungspuppe der Röthenbacher Feuerwehr wurde ebenfalls in einem der Kellerräume versteckt. Direkt nach der Erkundung von Zug- und Gruppenführer gingen Atemschutzgeräteträger zur Menschenrettung ins Gebäude vor. Auf ihrer Arbeit lag der Schwerpunkt der Übung. Bei Nullsicht ist es sehr schwierig sich in einer fremden Umgebung zu orientieren und die verschiedenen Kellerräume nach der vermissten Person abzusuchen. Als Hilfsmittel steht uns hier eine Wärmebildkamera zur Verfügung. Die weiteren Trupps, die diese nicht mitnehmen können, müssen sich ganz auf ihren Tastsinn verlassen. Hinzukommt, dass jeweils ein Strahlrohr zur Brandbekämpfung mitgeführt wird. Der mit reichlich Wasser gefüllte Schlauch muss in der Dunkelheit um Ecken und Kanten geführt werden, so dass der Trupp einiges zu tun hat. Vor der Haustür halfen Kameraden den Schlauch nachzuführen – eine wichtige Aufgabe. Im Teamwork der sechs eingesetzten Atemschutzgeräteträger wurde die Übungspuppe mit einem Tragetuch gerettet. Parallel zum Atemschutzeinsatz im Keller musste die restliche Mannschaft unterschiedlichste Aufgaben von der Verkehrsabsicherung über den Aufbau der Wasserversorgung bis hin zum Herrichten einer Verletztensammelstelle erledigen.
Einsatzübung in Wohngebäuden können wir leider nur selten durchführen. Daher sind wir den Eigentümern sehr dankbar, dass sie uns so unkompliziert ihr Haus zur Verfügung gestellt haben. Die Platzverhältnisse an und in Wohnhäusern, die Möglichkeit einen gefüllten Schlauch mitzunehmen und das künstliche Verrauchen helfen uns ein gutes Übungsergebnis zu erzielen. Sollten Sie auch ein solches Objekt in Röthenbach besitzen, freuen wir uns, wenn Sie sich bei einem unserer Kommandanten melden.
Auch sehr erfreulich war, dass dies die erste Übung eines neuen Mitglieds war. Zusammen mit einem Gruppeführer konnte er die verschiedenen Aufgabenbereiche des Einsatzes verfolgen und bekam erklärt, was vor sich ging. Wir freuen uns sehr über den neuen Kameraden!

























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