Nächtliches Eislaufvergnügen am alten Kanal

Glück mit dem Wetter hatten die beiden Vorstände Tobias Buker und Sebastian Stadick mit ihren vielen tatkräfigen Helfern aus dem örtlichen Feuerwehrverein bei ihrer Veranstaltung ‚Fire & Ice‘ am letzten Samstag. Das nächtliche Eislaufvergnügen setzt eine dicke Eisschicht voraus, die man leider seit 2018 nicht mehr vorfand. So ist die beliebte Veranstaltung ein eher seltenes Ereignis geworden und zog eine entsprechend hohe Anzahl an Besuchern an — auch wenn es um die wärmenden Feuertonnen bei Glühwein, Punsch und Bratwürsten deutlich voller war als auf dem Eis. Jedenfalls waren es viele Hundert, die sich einfanden, obwohl man erst vier Tage vorher die Veranstaltung angekündigt hatte. Auch das Wetter muss natürlich mitspielen, nicht nur die Eisschicht, die man durch Probebohrung die Woche zuvor mit 17cm Dicke ausmachte und die durch die Frostnächte weiter anwuchs. Selbst die Treidelwege musste man mit Sand abstreuen, denn die Eisplatten auf ihnen waren gefährlich glatt.

Wie schon bei der letzten Großveranstaltung, dem Kanalfest Anfang August, hatte die Röthenbacher Feuerwehr mitten im Festbetrieb auch noch einen Feuerwehreinsatz auf der Autobahn zu bewältigen (wir berichteten). Ein Pkw war von der Fahrbahn abgekommen und in einem Regenüberlaufbecken gelandet. Da alle Kräfte vor Ort am Festplatz bei der Grundschule waren, konnte man in weniger als 3min mit vollen Fahrzeugbesatzungen zur Unglücksstelle ausrücken, während der Rest der Floriansjünger weiter grillte und ausschenkte. Selbst einem unglücklicherweise mit dem Knöchel umgekippten Schlittschuhläufer konnte ein Rettungssanitäter der Feuerwehr auf dem Eis sofort Erste Hilfe leisten und bandagieren, da nicht alle Sanitäter in den Fahrzeugen ausgerückt waren. Er wurde mit einem Rettungswagen zügig in ein Krankenhaus eingeliefert. Ansonsten verlief das Fest ohne weitere Zwischenfälle und jeder Besucher freut sich schon auf die kommenden Jahre in der Hoffnung, dass auch dann wieder das Eis tragfähig sein möge. Etwas verzweifelt veranstaltete man das Fest zwar ein einziges Mal bei tiefen Temperaturen aber ohne tragfähiges Eis. Das blieb jedoch eine Ausnahme — halbe Sachen macht man nicht gerne!

 

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