Bei heißen Temperaturen um die 30 Grad strömten vergangenen Samstag vor allem gegen Abend zahlreiche Besucher auf den Festplatz am alten Ludwigskanal in Röthenbach b. St. W., um sich von der örtlichen Feuerwehr beim alljährlichen Kanalfest verwöhnen zu lassen. Traditionell findet das allseits sehr beliebte Grillfest am ersten Ferienwochenende statt und bildet damit eine gute Einstimmung auf die anbrechende Urlaubs- und Ferienzeit.

Aufgrund der anhaltenden Hitzewelle, waren zur Kaffeezeit zunächst nur vereinzelt Besucher eingetrudelt. Gegen Abend hin, mit zunehmend angenehmeren Temperaturen und zur Freude der Feuerwehrleute, fanden sich immer mehr gut gelaunte Gäste ein. Diesen wurde einiges geboten. Bei Groß und Klein war das Fahren auf dem Ludwigskanal mit dem Feuerwehrboot der Renner. Für die Kinder gab es zudem eine Wurfbude, einen Wasserflipper und eine Hüpfburg. Die von der Jugendfeuerwehr betreuten Aktionsstände kamen sehr gut an und waren dementsprechend gut besucht. Eines der Highlights vieler Kinder wird jedoch das Zuwasserlassen der selbstgebastelten Lichterschiffchen in der Abenddämmerung gewesen sein. Insgesamt gab es eine bunte Vielfalt unterschiedlicher Schiffchen – vom bepflanzten Styroporboot bis zum Strohhalm-Dampfer war alles dabei. Eine Jury aus dem Jugendwart Tilo Bergmann, dem Vereinsvorsitzenden Michael Rösler und Schatzmeister Stefan Förtsch kürten letztlich drei der besonders kreativsten Boote zu den Siegern.

Das traditionelle Uferfeuerwerk gegen halb 11 Uhr abends, dem das Fest auch seinen Namen ‚Kanal in Flammen‘ verdankt, wurde dieses Jahr erstmals von einem Vereinsmitglied in Kooperation mit der Veranstaltungstechnik der Bertold-Brecht-Schule durchgeführt. Mit einer Musikuntermalung von Coldplay zündete das Feuerwerk diesmal fast komplett elektrisch ausgelöst mittels Notebook und Zünddrähten. Lediglich beim Abbrennen der bengalischen Feuer unterstützte die Zündmannschaft der Feuerwehr. Gleiche Feuerkraft in kürzerer Zeit, nicht weniger Spektakel als die Jahre zuvor, aber fulminanter in der Wirkung, was den Zuschauern gut gefiel. Zum Ausklang des Abends verschlug es im Anschluss an das Feuerwerk den ein oder anderen noch an die Hafenbar. Bis zum Ende hatte man sehr viel Glück mit dem Wetter: alle Gewitter zogen am Fest vorbei.

Auch für eine starke Feuerwehr ist so ein großes Grillfest mit weit über tausend Festbesuchern ein Kraftakt: über 60 Helfer wurden in den verschiedenen Gewerken am Veranstaltungsabend eingeteilt. Zur besonderen Freude des Vereins helfen dabei auch engagierte Mitbürger/-innen mit, die einfach nur „ihre“ Feuerwehr unterstützen möchten, ohne überhaupt selbst Mitglied zu sein. Diese muss man auch nicht rufen, sie kommen von alleine und helfen gern.

 

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