Vorbereitet für das große Fest in 2027
Mehr als ein Drittel der Mitglieder folgte der Einladung der Vorstände Tobias Buker und Sebastian Stadick zur ordentlichen Mitgliederversammlung des örtlichen Feuerwehrvereins. Landrat Ben Schwarz führte in seinem Grußwort aus, dass die Feuerwehren das Rückgrat in den Landkreisgemeinden seien, mit Menschen, die Machen und Anpacken – im Feuerschutz und im lebendigen Vereinsleben. Es sei ein gutes Signal, dass sich hier in Röthenbach so viele vor Ort versammeln. Bürgermeister Werner Langhans erinnerte an den großen Waldbrand am Fischleinsberg im vergangenen Jahr, wo unglaubliche 750 Einsatzkräfte mehr als einen Tag gemeinsam gegen die Flammen kämpften. “Das Zusammenspiel war ein Traum!“, alles wäre vorbildlich ruhig und sachlich abgelaufen. Es gelte, auch andere Katastrophenfälle durchzuspielen: ICE-Unglück, Austritt giftiger Gase, Hochwasser. In die Reihen blickend, befand er: „Super Altersmischung!“, die Mittel für Ausbildung und Ausrüstung seien gut angelegt. Bald werde auch der Anbau an das Röthenbacher Feuerwehrhaus erstellt. Kreisbrandrat Christian Mederer stellte die Mitwirkung der Röthenbacher Wehr als eine von nur fünf Projektfeuerwehren bei der bayernweiten Werbeaktion #team112 heraus. Das in Röthenbach kreierte Kindergeburtstagsset zum Ausleihen fand landesweite Beachtung. Im Paket befinden sich Schläuche und andere Utensilien, die sich örtlich ansässige Familien zur Gestaltung von Kindergeburtstagen ausleihen können.
1. Vorstand Tobias Buker erinnerte an den schönen Vereinsausflug zur befreundeten Wehr nach Waging am See. Dort musste man das bei einem Fest liegengebliebene Röthenbacher Wappentäfelchen auslösen mit Fassbier und fränkischen Bratwürsten. Bei der Kirchweih stellte man wieder den Baum direkt neben der Kirche auf und war mit den Kirchweihboum und -madla prägende Gruppe beim Festgottesdienst. Der Veranstaltung ‚Kanal in Flammen‘ war kein Wetterglück hold, doch die Röthenbacher ließen sich von kühlen Temperaturen und Regen bis zum Festbeginn nicht abschrecken. Das beliebte Grillfest findet heuer wieder zu Ferienbeginn am Samstag, den 01.08.2026 statt. Die dicke Eisdecke auf dem Ludwigskanal im letzten Winter erlaubte nach achtjähriger Pause sogar wieder die beliebte Veranstaltung ‚Fire & Ice‘ mit nächtlichem Flutlicht-Schlittschuhlaufen und Aufwärmen an Feuertonnen. Am 27.03.2026 wird es im Gerätehaus wieder ein Schafkopfrennen geben.
Das 150-jährige Gründungsjubiläum im Jahr 2027 wirft schon seine Schatten voraus: am Festwochenende 30.07.-01.08.2027 spielt am Freitag im Gelben Löwen bei der Wirtsfamilie Kübler die Band ‚WEST‘, am Samstag die Band ‚Basement Power‘, zuvor gibt es Schauübungen, eine Fahrzeugschau, eine historische Meile, ein abwechslungsreiches Kinderprogramm und weitere Attraktionen. Am Sonntag wird es einen Festgottesdienst mit Kirchenzug und einem anschließenden Frühschoppen im Gelben Löwen geben. Es soll eine neue Fahne angeschafft werden und auch ein neues Vereinsbild. Als Festpaten will man wieder die Freunde der Feuerwehr aus Waging am See gewinnen, um deren Gunst man in Oberbayern am 24.10.2026 bitten will. Das sogenannte ‚Patenbitten‘ ist in unseren Breiten nicht verbreitet, aber im Alpenvorland Tradition und hat es in sich: hierbei muss die Vorstandschaft ehranbietend auf spitz gespaltenen, ein Meter langen Holzscheiden niederknien, um die beworbene Wehr als Paten zu gewinnen – dieser Prozess kann andauern, um den Preis nach oben zu treiben. Die angebotene Freibiermenge kann aber die Leidenszeit der Niederknienden verkürzen. Solch rudimentäre Bräuche kennt man in Franken nicht, man muss da aber durch. Schließlich bereichern die Waginger mit ihrer oberbayrischen Lebensart jedes Fest und ihre Blasmusik kommt natürlich auch mit.
Kommandant Gerhard Vater berichtete über 50 Einsätze im abgelaufenen Jahr, davon ein Fünftel auf den umliegenden Autobahnen. Umgestürzte LKW, brennende Fahrzeuge, Rettung von Fahrzeuginsassen nach Unfällen, das Binden von ausgelaufenen Betriebsstoffen und das Räumen von Trümmerfeldern stand hier im Vordergrund. Insgesamt musste man 16 Personen erstversorgen und betreuen, wofür die zahlreich in der Wehr vorhandenen Rettungs- und Feuerwehrsanitäter gut geschult sind. Mit 54 aktiven Feuerwehrleuten, davon 11 Jugendlichen, und einer Frauenquote von 11% sei man gut aufgestellt. Die zentrale Lage des Gerätehauses ermöglicht kürzeste Ausrückzeiten. Vater berichtete von einem B3-Brandalarm nachts gegen 23 Uhr letzten Dezember, bei dem man bereits 3 Minuten nach Alarmierung mit dem Löschfahrzeug ausgerückt sei und nach weiteren 2 min am Einsatzort im erweiterten Ortskern ankam.
Die neuen Jugendwarte Roland Gruber und Michael Falk berichteten von zahlreichen Übungen und Freizeitveranstaltungen der Jugendgruppe. Tina Buker als bisherige Jugendwartin wurde zum Jahreswechsel nach über 10 Jahren in dieser gleichermaßen verantwortungsvollen wie herausfordernden Position verabschiedet, was in der Versammlung gebührend gewürdigt und mit einem Präsent bedacht wurde. Drei Kameraden und -innen wechselten aus der Jugendgruppe in die aktive Wehr und die Mitgliederwerbung unter Federführung von Tina Buker und Tilo Bergmann ergab mittlerweile einen Zuwachs von fünf erwachsenen Quereinsteigern, womit man mehr als zufrieden ist.
Zu Feuerwehrmännern/-frauen wurden befördert Lea Kastl, Daniel Schrepfer, Max Wiesner, zu Oberfeuerwehrmännern Manfred Hensel, Christian Mehl, Renè Petzold, Maximilian Schummer, zu Hauptfeuerwehrmännern/-frauen Sabine Ebersberger, Tobias Buker, Michael Falk und Sebastina Stadick. Für 10 Jahre Vereinszugehörigkeit wurde Maximilian Schummer, für 20 Jahre Tina Buker und Markus Reiser, für 25 Jahre Tilo Bergmann geehrt.




























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