Die Verwendung des neuen Digitalfunks gehört im Landkreis Roth eigentlich schon zum Alltag der Feuerwehren und so trainierte auch der Feuerwehrnachwuchs den Umgang mit der modernen Technik. Zu diesem Zweck traf sich die Gesamtjugend, also der Zusammenschluss der Jugendfeuerwehren aus allen Wendelsteiner Ortsteilen, an zwei Abenden im Feuerwehrhaus Röthenbach. Erweitert wurde die Materie um das Thema Kartenkunde.

Am ersten Abend lernte man die topografische Karte kennen, die bei der Feuerwehr im Maßstab 1:50.000 verwendet wird und auf der man, mittels der UTM-Koordinate, Zielpunkte finden kann. Natürlich muss man dazu auch wissen, was die Symbole, Linien und Farben bedeuten, denn die Karte hält eine Menge von Informationen für die Feuerwehr bereit. Auch das Ermitteln der Koordinate, die meist aus einer achtstelligen Zahl besteht, ist gar nicht so einfach. Schnell kann es passieren, wenn man nicht aufpasst, dass man ganz woanders rauskommt. Als Eselsbrücke zum Einprägen der Herangehensweise von Ost- und Nordwert, hat sich das RH-Kennzeichen bewährt. So geht beim Feststellen der Koordinate im UTM-Gitternetz erst nach [R]echts und dann [H]och. Im Anschluss an die Kartenkunde wurden HRTs verteilt und deren Bedienung erläutert. Mit dem Digitalfunkgerät kann man nicht nur in verschiedene Funkgruppen wechseln, sondern es auch für beide Betriebsarten, Einsatzstellenfunk und Netzbetrieb, nutzen. Im alten Analogfunkt waren hierfür bei der Feuerwehr noch unterschiedliche Funkgeräte nötig. Den Jugendlichen wurden die Vorzüge des neuen Funksystems nähergebracht, so wird beispielsweise Sprache deutlicher übermittelt, da störende Nebengeräusche gefiltert werden.

Am zweiten Abend konnte das Erlernte in die Praxis umgesetzt werden. Die Jugendlichen wurden auf verschiedene Feuerwehrautos aufgeteilt und fuhren Zielpunkte in und um Röthenbach an, die ihnen mittels Koordinaten über Funk zugewiesen wurden. Zwischen den Stationen galt es die Gruppe oder die Betriebsart zu wechseln, so dass auch diese Handgriffe verinnerlicht werden konnten. Beim Funken gibt es auch besondere Sprachregelungen und Rufnamen, die man kennen und verwenden muss. Es zeigte sich, dass das Arbeiten mit der Karte gar nicht so einfach ist, da der Maßstab doch ziemlich groß und daher der zu findende Punkt ziemlich klein ist. Am Schluss fanden dann doch alle Teams wieder zurück zum Röthenbacher Feuerwehrhaus. Dort verabschiedete sich Martin Kohlert noch mit Pizza und Getränken von den Jugendlichen, da er aufgrund seiner Wahl zum stellvertretenden Kommandanten in Kleinschwarzenlohe nicht weiter den Posten des dortigen Jugendwarts ausübt.

Wenn Du zwischen 12 und 18 Jahren alt bist und bei der Jugendfeuerwehr mitmachen willst, kannst Du jederzeit die Röthenbacher Jugendwarte Tilo und Tina ansprechen oder anschreiben. Wir zeigen Dir gerne, was die Röthenbacher Feuerwehr zu bieten hat. Kontaktdaten und Termine findest Du hier auf der Homepage.

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