Zwei Gründe sich zu freuen hatten die Jugendlichen der Feuerwehren aus dem Markt Wendelstein im März. Sie legten die Jugendflamme ab und erhielten eine großzügige Spende der Sparkasse.

Die Jugendflamme ist ein Abzeichen, dass die Jugendlichen in der Feuerwehr ab dem zwölften Lebensjahr ablegen können und das somit in gewisser Weise den Einstieg in die Feuerwehrkarriere darstellt. Die Jugendflamme ist in drei Stufen gegliedert, so dass der Nachwuchs jedes Jahr vor eine neue Herausforderung gestellt wird und sein Wissen unter beweis stellen kann. Das beginnt bei Knoten und dem Handhaben von Schlauch und Strahlrohr und endet bei der Rettung einer Person aus dem 1. Obergeschoss. Eindrucksvoll zeigen hier die jungen Feuerwehrleute, dass sie ihren älteren Kameradinnen und Kameraden in nichts nachstehen.

Im Markt Wendelstein üben die Mitglieder der einzelnen Jugendfeuerwehren seit vielen Jahren gemeinsam für solche Abzeichen. Dies fördert das gegenseitige Kennenlernen und Miteinander, auf das es später im realen Einsatz ankommt. Zu den Aktivitäten der Gesamtjugendfeuerwehr gehören allerdings nicht nur Abzeichen und Übungen, sondern auch Ausflüge wie beispielsweise der jährliche Pfingstausflug. Daher freute man sich besonders über den Besuch von Mathias Bitterwolf und Rainer Ramsauer von der Sparkasse Mittelfranken-Süd, die eine Spende von 1300 Euro im Gepäck hatten. Das Geld soll in diesem Jahr auch zu Teilen in den Ausflug nach Pottenstein investiert werden.

Vor der Abnahme der Jugendflamme wich dann allerdings die Freude über das Geldgeschenk der Konzentration auf die bevorstehenden Aufgaben. Vor den Augen der Kreisbrandmeister Christian Mederer und Matthias Hiltner, der Kommandanten und Jugendwarte sowie von Bürgermeister Werner Langhans, der dem Feuerwehrnachwuchs für sein Engagement dankte und sie ermutigte weiterzumachen, zeigten die Mädchen und Jungen eine sehr gute Leistung. Im Anschluss konnten alle stolz auf das Erreichte sein und ihr Abzeichen entgegennehmen. Die Stufe I meisterten Rebekka Rieger und Fabian Wild aus Wendelstein. Julia Albert (Kleinschwarzenlohe), Larissa Kammerer, Daniel Ritter (beide aus Sperberslohe), Christian Mehl, Alina Petzold, Jonas Vater (alle aus Röthenbach b. St. W.) und Luca Oedt (Wendelstein) absolvierten die Stufe II. Der dritten und schwersten Stufe stellten sich Leonhardt Eskofier (Kleinschwarzenlohe), Hannah Rösler und Anna Sczeponik (beide aus Röthenbach b. St. W.). Dass die Hälfte der Prüflinge Mädchen sind, stimmt positiv für die Entwicklung der Jugendfeuerwehren in Wendelstein.

 

Bei strahlendem Sonnenschein führte die Jugendfeuerwehr Röthenbach am letzten Februarwochenende eine Übernachtungsübung im Feuerwehrhaus durch.

Um 14 Uhr trafen sich die Jugendlichen mit ihren Jugendwarten, um den Schulungsraum in ein Nachlager zu verwandeln. Das ging flott, denn natürlich wollte man das schöne Wetter ausnutzen.

Als erste Übungseinheit des Tages standen Knoten auf dem Programm. Die Feuerwehr kennt unterschiedlichste Knoten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, vom einfachen Halbmastwurf hin zum komplizierten Rettungsknoten. Nachdem ausgiebig trainiert wurde, trat man gegeneinander an. Schneller und immer schneller wurden die Knoten gemacht, wobei natürlich auch immer darauf geachtet wurde, dass sie auch richtig waren. Am Ende wurde der Knoten-Champion mit einer Tüte Gummibärchen belohnt. Wie es sich für Feuerwehrleute gehört, wurde diese kameradschaftlich geteilt.

Bei der nächsten Übung konnte man das neue Wissen gleich anwenden. Vom Balkon des Feuerwehrhauses musste eine verletzte Person gerettet werden. Schnell wurden die Steckleiterteile vom Löschgruppenfahrzeug herbeigeholt und aufgestellt, ehe sich der Angriffstrupp auf den Weg nach oben machte. Dort galt es nicht nur mithilfe eines Knotens die Leiter zu sichern, sondern auch das Übungsopfer mit einem Rettungsknoten einzubinden. Routiniert führte man dieses über die Leiter in Sicherheit.

Als nächstes ging es raus aus den Schutzanzügen und rein in den Jugendraum. Die Idee einen Kalender zu gestalten wurde durchgesprochen und die ersten Fotos ausgewählt. Doch dieser gemütliche Teil wurde jäh durch einen Telefonanruf unterbrochen. Jemand rief im Feuerwehrhaus an und meldete eine bewusstlose Person neben dem Weg zur Radwiese. Zwar war den Jugendlichen schnell klar, dass es sich nicht um einen echten Einsatz handelte, beeilt wurde sich trotzdem.

Mit Blaulicht und Martinshorn lenkte der Maschinist das LF durch den engen Kugelhammerweg hinunter Richtung Radwiese. Neben der Straße fand man eine bewusstlose Person im Gebüsch liegend vor. Der Angriffstrupp, der vor einer Woche den Erste-Hilfe-Kurs in der Feuerwehr absolviert hatte, machte sich mit Sanitätsmaterial auf den Weg. Sofort wurde die Person, nach einem ersten Check, in die Stabile Seitenlage gebracht. Die Rettung gestaltete sich aber nicht so einfach, denn zum einen musste die Person in der Stabilen Seitenlage auf die Trage umgelagert werden und zum anderen galt es eine Böschung hoch zur Straße hin zu überwinden. Hier hatten die anderen Trupps eine Steckleiter positioniert, die sicheren Stand bieten sollte. Mit gemeinsamen Kräften wurde die Person dann gerettet.

Nach diesem spannenden Teil galt es erst einmal den Hunger zu stillen. Danach ging es im Schulungsraum weiter. Angeknüpft wurde an das Thema Retten. Spineboard, Schaufeltrage, Rettungstuch und Decke wurden ausprobiert und die Vor- und Nachteile kennengelernt. Zum Abschluss des Tages wurde gespielt. Bei Cluedo galt es erst den Mörder zu finden, bevor beim Kickern ein Meister gesucht wurde.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück und dem Klarschiffmachen im Feuerwehrhaus sehr müde aber glücklich nach Hause.

 

Mittlerweile zur Tradition geworden, treffen sich die Jugendfeuerwehren der Marktgemeinde Wendelstein im Oktober oder November, um in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Großschwarzenlohe den Wissenstest zu bestreiten. Dieser ist eines von zahlreichen Feuerwehrabzeichen, das die jungen Feuerwehranwärter im Laufe ihrer Feuerwehrlaufbahn ablegen können. Insgesamt gibt es dabei 4 Stufen, von Bronze über Silber und Gold bis zur Urkunde. Die Prüfung selbst teilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Je höher die Stufe, desto mehr Fragen müssen beantwortet werden. Gegenstand des diesjährigen Wissenstests war die Fahrzeugkunde. Dabei wurden nicht nur die wichtigsten Feuerwehrfahrzeuge und deren Einsatzzwecke besprochen. Es wurde sich auch intensiv mit der feuerwehrtechnischen Beladung auseinander gesetzt. Letzteres wurde insbesondere in einem praktischen Teil vertieft.

Am 13. November 2018 war es nun endlich wieder soweit. Insgesamt 26 Jugendliche kamen zusammen, um den Wissenstest zu bestreiten. Zur Freude aller konnten am Ende alle Abzeichen vergeben werden, denn alle 26 hatten die Prüfung souverän bestanden. Beglückwünscht wurden die Jugendlichen von 2. Bürgermeister Klaus Vogel, der sichtlich stolz auf den Feuerwehrnachwuchs die Grußworte der Gemeinde überbrachte. Auch von der Feuerwehrführung,  repräsentiert durch Kreisbrandinspektor Egbert Petz, gab es reichlich Lob. Schließlich ist es nicht selbstverständlich, sich bereits im jungen Alter so stark zu engagieren und stetig fortzubilden.

In diesem Sinne nochmal herzlichen Glückwunsch an die Jugendlichen der Feuerwehr Wendelstein Fabian Wild (Bronze), Niklas Fuchs (Silber), Luca Oedt und Timm Wagner (beide Gold), Sandra und Katja Heider, Cetric Ebeling, Dominik Overmann und Anna-Lena Feder (alle Urkunde). Ebenso an die Jugendlichen aus Kleinschwarzenlohe Paul Nestmeyer und Julia Albert (beide Bronze) sowie Rico Zankl (Gold). Auch der Großschwarzenloher Nachwuchs Enrico Bivona (Bronze) und Fabian Förster (Urkunde) sowie die Raubersrieder Paula Pfann (Gold), Marie Heubeck, Max und Christoph Böhm (alle drei Urkunde) haben ihr Können unter Beweis gestellt. Sperberslohe nahm mit Larissa Kammerer und Daniel Ritter (beide Bronze) erfolgreich am Wissenstest teil. Aus der Röthenbacher Wehr sind Alina Petzold und Christian Mehl (beide Bronze), Anna Szeponik und Hannah Rösler (beide Silber), Maximilian Schummer (Gold) und Johannes Stadick (Urkunde) zu beglückwünschen.

 

Insgesamt 19 Jugendliche aus den Ortsfeuerwehren Groß- und Kleinschwarzenlohe sowie Röthenbach bei St.Wolfgang, Sperberslohe und Wendelstein in der Marktgemeinde traten heuer zur Prüfung der „Deutschen Jugendflamme“ an und für alle konnten die Schiedsrich-ter danach einen schönen Erfolg bekannt geben: Alle 19 hatten in den zu prüfenden Stufen 1 bis 3 die Gesamtprüfung auf dem Wendelsteiner Feuerwehrhof problemlos bestanden.

Seit vielen Jahren findet ergänzend zu den Leistungsprüfungen für den Feuerwehrnachwuchs in Bayern für die Jugendlichen der Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Wendelstein auch die Prüfung zur „Deutschen Jugendflamme“ als Praxis- und Wissenstest statt. In drei Stufen mit zusätzlichen Prüfungsaufgaben werden dabei technische und praktische Grundlagen für den Feuerwehrdienst bei den Jugendfeuerwehren geprüft: Während bei Stufe I noch das theoreti-sche Wissen dominiert, beinhaltet die Stufe II schon einen praktischen Teil mit einer Gruppen-aufgabe und die Stufe III rückt praktische Einsatzaufgaben noch mehr in den Vordergrund.
Bei allen Prüfungsstufen sind Fragen zur Fahrzeug- und Gerätekunde die Grundlage der „Deut-schen Jugendflamme“. Die Teilnehmer der Stufe II hatten mit dem „Wasserringmonitor“ eine zusätzliche Aufgabe und bei Stufe III galt es praktische „Erste Hilfe“ zu leisten und einen Lösch-angriff unter erschwerten Bedingungen aufzubauen. Dieses Jahr nahmen 19 Jungfeuerwehrler aus den Ortswehren Groß- und Kleinschwarzenlohe, Röthenbach St.Wolfgang, Sperberslohe und Wendelstein an der Prüfung teil. Kreisbrandinspektor Egbert Petz und Matthias Hiltner als Fach-KBM für Jugendarbeit sowie 2.Bürgermeister Klaus Vogel und Kreisbrandmeister Christian Mederer verfolgten als Ehrengäste den Prüfungsablauf.

Die guten Wünsche, die 2.Bürgermeister Klaus Vogel ebenso wie Kreisbrandinspektor Egbert Petz und Kreisbrandmeister Christian Mederer zu Beginn der Prüfung in ihren Grußworten den Jugendlichen mit auf den Weg gaben, erfüllten sich alle: Von den Schiedsrichtern aus den Wehren der Marktgemeinde bei ihren jeweiligen Aufgaben begutachtet, schafften alle Jugendli-chen jeweils in ihrer Stufe die „Deutsche Jugendflamme“, wozu die Ehrengäste nach Ende der Gesamtprüfung mit allen theoretischen wie praktischen Aufgaben den Prüflingen gratulierten. Die Großschwarzenloher Wehr war diesmal durch Dominik Riedel (Stufe I) vertreten.
Aus Kleinschwarzenlohe traten Julia Albert (Stufe I) und Leonhardt Eskofier (Stufe II) an sowie Tim Hauffenmeyer, Paul Nestmeyer und Rico Zanki (alle Stufe III) zur Prüfung an. Die Röthen-bacher Wehr war mit Christine Graeff, Alina Petzold, Christian Mehl und Jonas Vater (alle Stufe I) sowie Hannah Rösler, Anna Sczeponik, Maximilian Schummer und Johannes Stadick (alle Stufe II) vertreten. Larissa Kammerer und Daniel Ritter aus Sperberslohe sowie Niklas Fuchs und Luca Oedt aus Wendelstein schafften die Stufe I. Ein besonderer Dank galt zudem Anna-Lena Feder und Sandra Heider, die als „Auffüller“ ohne Wertung die Prüfungsgruppe unterstützten.

 

„Einsatz für die Jugendfeuerwehr der Marktgemeinde Wendelstein. Gebäudebrand Tiefentalstraße, Röthenbach.“ Mit dieser Meldung war die Brotzeitpause beendet. Mädchen und Jungen aus den Feuerwehren Groß- und Kleinschwarzenlohe, Röthenbach b. St. W., Sperberslohe sowie Wendelstein flitzten zu ihren Löschfahrzeugen und schon ging es mit Blaulicht vom Hof des Wendelsteiner Gerätehauses.

Einmal im Jahr veranstaltet die Gesamtjugendfeuerwehr des Marktes Wendelstein eine 24-Stunden-Übung. So auch dieses Jahr am Wochenende des 29. und 30. September. Kleine Übungen und Freizeitaktivitäten werden immer wieder von eingespielten Einsätzen unterbrochen, die von den Nachwuchsrettern gemeistert werden müssen. So begann es – wie bei einer echten Berufsfeuerwehr – mit der Fahrzeugübernahme. Die Jugendlichen wurden einem Löschfahrzeug zugeteilt und machten sich mit diesem vertraut. Wo sind die Schläuche und Strahlrohe? Wo die Scheinwerfer? Danach gab es erstmal eine Vesper, die, wie auch alle anderen Mahlzeiten, vom Team der Feldküche mit viel Liebe und Herzblut vorbereitet wurde. Doch, wenn der Alarmgong geht, wird dem leckersten Essen keine Beachtung mehr geschenkt. In der Röthenbacher Tiefentalstraße rauchte es und von der Terrasse des Einfamilienhauses waren Hilferufe zu hören. Die Feuerwehrler hatten einiges zu tun. Sie mussten die zwei Verletzten retten und anschließend versorgen sowie mit der Brandbekämpfung beginnen. Damit genügend Wasser zur Verfügung stand, wurden zwei Standrohre gesetzt und viele Schläuche verlegt. Schließlich wurde das angenommene Feuer mit vielen Rohren erfolgreich gelöscht. Zurück am Gerätehaus der Feuerwehr Wendelstein, das als Unterkunft diente, mussten die Fahrzeuge wieder einsatzklar gemacht und die benutzten Schläuche gewaschen werden. Danach wartete auch schon das Mittagessen.

Da die Fahrzeugbesatzungen aus Jugendlichen aus allen Ortschaften zusammengewürfelt waren und auch einige erst ganz neu zur Jugendfeuerwehr gekommen sind, stand am Nachmittag Teambuilding auf dem Programm. Bei verschiedenen Spielen und beim Bewältigen von kniffligen Aufgaben konnte man sich näher kennenlernen sowie Kommunikation und Teamgeist trainieren – Eigenschaften die bei der Feuerwehr sehr wichtig sind. Der nächste Alarm stellte sich als Fehlalarm heraus, so dass man schnell wieder zur Übung mit dem Sprungretter bereit war. Früher hielten sechzehn Feuerwehrleute das Sprungtuch, heute reicht eine kleine Druckgasflasche, um das große Polster aufzustellen. Vom Balkon des Schlauchturms sprang dann auch gleich eine Übungspuppe hinunter.

Es war mittlerweile dunkel geworden, als der nächste Alarm um kurz vor acht Uhr einging. In Sperberslohe war es bei einer Betriebstankstelle zum Unfall gekommen. Eine Person lag unter einem Fass und ein Schacht musste abgedichtet werden. Damit man sicher arbeiten konnte, musste die gesamte Szenerie auch ausgeleuchtet werden. Da der Rüstwagen bei diesem Einsatz mitausgerückt war, nutzte man die Gelegenheit, um gleich noch die Hebekissen zu beüben. Manche schliefen schon, manche brachten noch kein Auge zu, als um halb zwölf wieder der Gong ging. Am Großschwarzenloher Bolzplatz brannten zwei Mülltonnen. Zu diesem Einsatz rückten auch die First Responder der Malteser Wendelstein aus, um zu schauen, was die Jugendlichen so leisten. Kaum an der Einsatzstelle, wurde mitgeteilt, dass wenige hundert Meter weiter eine weitere Tonne brannte. Schnell wurde ein Löschfahrzeug aus dem Einsatz gelöst und dorthin beordert. Nach diesem Einsatz und dem Wiederherstellen der Bereitschaft hieß es für alle „ab ins Bett“.

Der große Zeiger der Uhr stand noch auf der Fünf, draußen herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt als auch der süßeste Traum beendet werden musste. Es ging zur Rangauhalle nach Kleinschwarzenlohe. Das Einsatzstichwort war Türöffnung mit Menschenrettung. Zwei Jugendlichen arbeiteten fachmännisch mit dem Spezialequipment um Schlösser zu knacken, während die Kameradinnen und Kameraden draußen die Nacht mit ihren Scheinwerfern erhellten. Kaum war die Tür überwunden, gingen Trupps zur Personensuche in die Halle. Eine Person konnte nach draußen geführt werden, doch die Puppe, die in der engen Umkleidekabine gefunden wurde, wollte partout nicht aufstehen. Zur Rettung wurde der sogenannte Leiterhebel verwendet. Eine Methode, bei der die Trage mittels einer Steckleiter, die wie ein Hebel verwendet wird, zu Boden gebracht wird. Dies erfordert einiges an Können, Geschick und Kraft. Sicher und ruhig schwebte die Trage samt Puppe zu Boden.

Zurück am Feuerwehrhaus wurde „klar Schiff“ gemacht. Die Räume wurden gereinigt und auch die Fahrzeuge vom Schmutz der letzten Stunden befreit. In manchem Gesicht war zu sehen, dass die Nacht etwas kürzer als gewohnt war. Müde aber glücklich konnten alle um zehn die Heimreise antreten. Besten Dank an alle Unterstützer, Helfer, Betreuer, Darsteller und das Küchenteam!

 

Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Wendelsteins polnischer Partnerkommune Zukowo kamen nach Mittelfranken und erlebten abwechslungsreiche Tage. Gemeinsam wurde die Freundschaft weiter vertieft.

Im Mai letzten Jahres war die Gesamtjugendfeuerwehr des Marktes Wendelstein in die polnische Partnergemeinde Zukowo gefahren. Dort konnten über Landes- und Sprachgrenzen hinweg neue Freundschaften geschlossen werden. Nun statteten, vom 19. bis 23. Juli, die Jugendlichen aus der Nähe von Danzig ihren deutschen Freunden einen Gegenbesuch ab. Platz fanden die zehn Jugendlichen und ihre Betreuer im Gerätehaus der Feuerwehr Wendelstein, wo das Team der Feldküche für das leibliche Wohl sorgte. Natürlich hatten sich die Mittelfranken ein spannendes Programm ausgedacht.

Nach der eintausend Kilometer weiten Anreise begrüßte man die Gäste am Donnerstagabend mit einem gemeinsamen Grillen, zu dem auch Wendelsteins Bürgermeister Werner Langhans kam. Am Freitagmorgen ging es zuerst hoch hinaus. In den Wipfeln des Kletterwaldes Stassmühle hatte man richtig Spaß, ehe man die Schlauchboote der Feuerwehr verlud und an den Rothsee fuhr. Der Badesee bot bei hochsommerlichen Temperaturen perfekte Abkühlung. Nach dem Abendessen erkundete man Nürnberg. Vorbei an Lorenzkirche und Hauptmarkt erklomm man den Burgberg, um von der Freiung aus den Blick über die von der Abendsonne angestrahlte Stadt zu genießen. In der malerischen Weißgerbergasse klang der Tag entspannt aus. Am Samstag ging es gemeinsam mit den deutschen Jugendlichen zum Kreisjugendfeuerwehrtag nach Eckersmühlen. Leider meinte es Petrus diesmal nicht gut mit den Feuerwehrlern und ließ es das ganze Wochenende hinweg regnen. Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch. In polnisch-deutsch gemischten Teams wurden am Samstag die Dorfrally und am Sonntag das Spiel ohne Grenzen gemeistert. Kommuniziert wurde in drei Sprachen, Englisch, Deutsch und Polnisch, sowie mit Händen und Füßen. Das sorgte für staunende und anerkennende Blicke so mancher Zuschauer. Zurück in Wendelstein wurde bei einem gemeinsamen Essen der letzte Abend begangen und bis tief in die Nacht gefeiert und getanzt. Bei der Abreise am frühen Montagmorgen freuten sich alle auf ein baldiges Wiedersehen in Zukowo oder Wendelstein.

Zur Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses gehören – ganz im Sinn des Spruchs „Früh übt sich“ – neben Übungen und Belehrungen auch bereits fachliche Prüfungen. Eine dieser Prüfungen stand jetzt für acht Jungfeuerwehrleute der Ortswehren Großschwarzenlohe, Kleinschwarzenlohe, Röthenbach St.Wolfgang und Wendelstein mit dem Bayerischen Jugendleistungsabzeichen an. Dank der guten Vorbereitung bestanden alle Jugendlichen – zwei Mädchen und sechs Jungen – die Leistungsprüfung mit Einzel- und Truppaufgaben erfolgreich.

Das bayerische Jugendleistungsabzeichen ist neben dem deutschen Jugendleistungsabzeichen und dem jährlichen Wissenstest eine der Hauptprüfungen in der Ausbildungszeit der Jugendfeuerwehr. Nach intensiver Vorbereitung stellten sich jetzt insgesamt acht Jugendliche aus vier Ortswehren der Marktgemeinde dieser Aufgabe. Unter den Augen der Prüfer hatten sie mehrere Aufgaben im Rahmen vorgegebener Zeit zu absolvieren. Die Prüfung teilte sich in drei Abschnitte auf mit einer schriftlich-theoretischen Wissensprüfung und jeweils fünf Aufgaben als Einzelperson und zu zweit als Einsatztrupp.

Bei den Einzelprüfungen war gefordert, Standardknoten wie etwa den Halbschlag oder einen Rettungsknoten am Gerät bzw. am eigenen Feuerwehrkameraden anzulegen, bestimmte Gerätschaften ihrem Einsatzbereich in der Feuerwehr mit Erläuterung zuzuordnen oder eine Förderschlauch- und eine Saugschlauchleitung zu kuppeln. Bei den Truppübungen galt es einen Löschangriff richtig aufzubauen, mit der Kübelspritze ein Wassereimer zielgenau zu treffen und weitere feuerwehrtechnische Aufgaben. Die acht Jugendlichen hatten sich in den Tagen vor der Prüfung gut darauf vorbereitet und absolvierten alle Aufgaben problemlos.

Lob und Dank für Feuerwehrnachwuchs

Ein interessierter Beobachter im Hintergrund war auch 1. Bürgermeister Werner Langhans, der sich in seinem Grußwort von den Leistungen des Feuerwehrnachwuchses beeindruckt zeigte und allen Jugendlichen für ihre Bereitschaft dankte, sich schon jetzt für die Feuerwehr und damit später auch im Not- und Einsatzfall für ihre Mitmenschen zu engagieren. Auch die Prüfer mit Kreisbrandmeister und Kommandant Christian Mederer, Kreisbrandmeister Matthias Hiltner sowie die zuständigen Gesamtjugendwarte gratulierten nach Abschluss der praktischen Aufgaben und des Theorietests den Jungfeuerwehrlern zu ihrem Leistungsabzeichen.

Ein Dank galt zudem Thilo Bergmann als Gesamtjugendwart aller Ortswehren in der Gemeinde und den Jugendwarten der einzelnen Ortwehren für die gute Vorbereitungsarbeit mit den Prüfungsteilnehmern. Von der Feuerwehr Großschwarzenlohe trat Fathi Kütükcü zur Leistungsabzeichen-Prüfung an und aus Kleinschwarzenlohe Tim Hauffenmeyer und Paul Nestmeyer. Von der Röthenbacher Wehr nahmen Jonas Günther und Johannes Stadick teil und von der Feuerwehr Wendelstein Sandra und Tanja Heider sowie Luca Oedt. Alle acht Teilnehmer erhielten mit der Gratulation zusammen bei den Dankworten auch ihr Leistungsabzeichen.

 

Jugendliche der Feuerwehren Groß- und Kleinschwarzenlohe, Raubersried, Röthenbach b. St. W. sowie Wendelstein waren heute im Rahmen der Gesamtjugend Markt Wendelstein zu Besuch auf der Feuerwache 4 der Berufsfeuerwehr Nürnberg in der Nähe des Hafens.

Im Hof der Wache wurden wir von Rene Bittner von der 1. Wachabteilung empfangen, der uns engagiert und launig über das gesamte Gelände führte. Er begann die Führungen mit Ausführungen zu Strukturen und zum Tagesablauf der Berufsfeuerwehr sowie der Gliederung der großen Feuerwache. Im Inneren ging es zuerst in die Wachzentrale, von der aus nicht nur die Zugangskontrolle zur Wache und der Dienstbetrieb geregelt werden, sondern in der auch Brandmeldeanlagen auflaufen und die sogenannte FeuDu gesteuert wird, mit deren Hilfe grüne Wellen für den ausrückenden Löschzug geschaltet werden können. Ebenfalls bildet der Raum eine Rückfallebene für die Integrierte Leitstelle, die sich auch auf dem Gelände der Wache 4 befindet.  Weiter ging es zu den Ruhe- und Sozialräumen der Wachmannschaft. Hier durfte natürlich eine Vorführung der legendären Rutschstangen nicht fehlen. In der Küche, in der sich die Feuerwehrleute selbstverpflegen, erfuhren wir augenzwinkernd von der Obsession für Schweinefleisch, welches bestenfalls in jedem Gericht enthalten sein sollte. Weiter ging es in die Atemschutzübungsstrecke in welcher gerade der Lehrgangsabschluss von freiwilligen Feuerwehrleuten aus dem Nürnberger Stadtgebiet stattfand. Dort war nicht nur ein PKW-Unfall dargestellt, sondern es gab auch einen mehrstöckigen Gitterkäfig, der aktuell dem Aufbau eines Studentenwohnheims nachempfunden ist und in dem in völliger Dunkelheit gearbeitet werden muss. Auch ein umfangreich ausgestatteter Fitnessraum ist dort zu finden. Angeschlossen an diesen Trakt ist die Atemschutzwerkstatt, die sich um alle Atemschutzgeräte der fünf Berufsfeuerwehren und 18 Freiwilligen Feuerwehren der Stadt kümmert. Mehr als viertausend Pressluftatmer werden dort im Jahr geprüft und befüllt. Vorbei an der KFZ-Werkstatt ging es zur Brandübungsanlage, in welcher Kameraden aus Erlangen den Innenangriff trainierten. In diesem Containerbau können Brandereignisse, wie beispielsweise ein Küchen- oder Werkstattbrand, realitätsnah dargestellt werden. Im äußersten Eck des Geländes gibt es die Möglichkeit das Erden von U- und Straßenbahn zu üben. Nächste Station war die Fahrzeughalle. Rene führte uns dort eines der neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuge und den Gerätewagen Atemschutz/Wasserrettung, auf dem er an diesem Tag eingeteilt war, en détail vor. Letzte Station war das Tauchbecken, welches sich im Turm der Wache befindet. Hier können die Taucher der Berufsfeuerwehr auch in den Wintermonaten üben. Nach zweieinhalb Stunden ging es zufrieden und beladen mit vielen Eindrücken wieder gen Heimat.

 

Im Rahmen einer Gruppenübung konnte Marcel Rudat, Inhaber der Firma Rudat Arbeitsschutz aus Nürnberg, der Freiwilligen Feuerwehr Röthenbach b. St. W. zwei Spenden überreichen – und das ist nicht das erste Mal, dass sich das Unternehmen engagiert.

Dieses Mal konnten sich vor allem die Jüngsten freuen. Für die Mitglieder der Röthenbacher Jugendfeuerwehr gab es schicke neue T-Shirts mit Brust- und Rückenbedruckung, bei deren Gestaltung sie selbst mitwirken konnten. Das Team der Brandschutzerziehung, welches jährlich die örtliche Grundschule und den Kindergarten besucht, um dort den Kindern das richtige Verhalten im Ernstfall zu vermitteln, erhielt einen speziellen Schlauchtragekorb. In diesem sind drei D-Schläuche, drei D-Hohlstrahlrohre und ein Verteiler untergebracht. Der Großbuchstabe D steht im Feuerwehr-Jargon dafür, dass das Material der kleinsten Kategorie zu zuordnen ist. In der Brandschutzerziehung ist dies praktisch, denn so müssen die Kinder, wenn sie spritzen möchten, nicht das Gewicht der großen Schläuche halten. Dass das Material gut ankommt, zeigte sich bereits in diesem Jahr beim Besuch der Grundschule, wo es erstmals verwendet wurde und Augen zum Leuchten brachte.

Bei Rudat Arbeitsschutz handelt es sich um einen Wiederholungstäter, was die Unterstützung der Röthenbacher Feuerwehr betrifft. So konnten die Kommandanten erst im März zwei Totmannwarner dankbar entgegennehmen. Dieses kleine Gerät trägt ein jeder Atemschutzgeräteträger mit sich. Hat er einen Unfall und kann sich nicht mehr bewegen, so ertönt ein sehr lauter und durchdringender Alarmton, mithilfe dessen seine Kameraden ihn auch bei „Null-Sicht“ finden und retten können. Ein weiterer Baustein für die Sicherheit der Truppe, aber auch aller Röthenbacher, war die Spende eines Automatisierten Externen Defibrillators, kurz AED oder Defi genannt. Dieser fährt auf dem neuen Löschgruppenfahrzeug mit zum Einsatz und kann bei Herzrhythmusstörungen lebensrettend sein. Aufgrund seiner Bauart lässt sich das Gerät besonders einfach bedienen. Die Feuerwehr bedankt sich für die großzügigen Zuwendungen, die nicht nur den Einsatzkräften, sondern der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen!

 

Ein Highlight im Kalender der Jugendfeuerwehren im Markt Wendelstein ist die gemeinsame 24-Stunden-Übung, die in diesem Jahr am letzten Wochenende der Sommerferien stattfand. Ein spannendes Wochenende voller Übungen und fiktiver Einsätze wartete auf die 25 Jugendlichen aus vier Ortswehren und deren Betreuerteam.

Als perfekte Herberge diente erneut die Rangauhalle in Kleinschwarzenlohe, in deren Küche das Team der Wendelsteiner Feldküche zaubern konnte. Nachdem die Jugendlichen ihre Feldbetten aufgebaut hatten, begann um neun Uhr der Tag wie bei einer Berufsfeuerwehr. Es erfolgte die Einteilung auf die Fahrzeuge und die Kontrolle der Gerätschaften. Als man sich mit dem Material vertraut gemacht hatte, konnte man sich mit einer Brotzeit stärken. Die Pause wurde vom ersten Alarm des Tages jäh unterbrochen. In Raubersried brannte zwischen der Rosengartenstraße und Am Bühl ein Acker! Mit allen fünf Fahrzeugen rückte die Gesamtjugendfeuerwehr aus. Als man Raubersried erreichte, heulte die Sirene und alle wussten: Jetzt wird’s ernst! Während über die Rosengartenstraße eine Schlauchleitung verlegt wurde, pendelten über die Straße Am Bühl die Landwirte mit ihren Vakuumfässern um Löschwasser heranzubringen. In der Ortsmitte war hierfür ein Faltbehälter aufgebaut worden, aus dem das Wasser für die Fässer entnommen werden konnte. Im Ernstfall können die Raubersrieder Bauern so aufsummiert 35.000 Liter Löschwasser auf einmal mobilisieren. Während man dem Feuer zu Leibe rückte, ereignete sich auf einem Hof auch noch ein Unfall mit einer landwirtschaftlichen Maschine. Auch hier konnte die Jugendfeuerwehr schnell und professionell helfen. Kurz vor zwölf Uhr war das Feuer gelöscht und man begann damit Schläuche und Fahrzeuge zu reinigen. Zurück in Kleinschwarzenlohe wartete bereits das Mittagessen, dass man sich redlich verdient hatte. Weiter ging es mit einem Übungsblock. Aufgeteilt in Kleingruppen beschäftigte man sich mit dem Thema Leitern und trainierte das Saugleitungskuppeln. Noch vor dem Ende der Übung wurde man erneut zu einem Einsatz gerufen. In einer Landmaschinenhalle in der Rangaustraße war es zu einem Unfall und einem Brand gekommen. Mit der Wärmebildkamera wurde die große Halle durchsucht und die vermisste Person schließlich gerettet, während draußen mehrere Strahlrohrstrecken aufgebaut wurden.

Am späten Nachmittag stand Formalausbildung auf dem Übungsplan. Da Ordnung auch bei der Feuerwehr eine große Rolle spielt, übte man das Antreten und gemeinsame Marschieren, um auch in der Öffentlichkeit ein gutes Bild abzugeben. Nachdem man die leckeren selbstgemachten Cheeseburger zum Abendessen verdrückt hatte, war Freizeit angesagt. Doch auch diese währte nicht lange. Kurz nach 19 Uhr wurde die Gesamtjugend in die Alte Salzstraße nach Röthenbach gerufen. Dort saß ein Arbeiter in einem Schacht fest, da ihm „böse Buben“ die Leiter stibitzt hatten. Nachdem die Einsatzstelle ausgeleuchtet war, gelang die Rettung sehr schnell. Parallel zu diesem Einsatz wurden zwei Löschgruppenfahrzeuge in die Föhrenstraße alarmiert. Auf einem nahen Waldweg waren ein Radfahrer und ein Fußgänger kollidiert und es galt Erste Hilfe zu leisten. Nach der medizinischen Versorgung wurde eine verletzte Person noch zur nahen Straße transportiert. Der restliche Abend stand dann wieder zur freien Verfügung bis um 22 Uhr die Lichter in der Rangauhalle ausgingen, um schon bald wieder anzugehen. Um 22:39 Uhr ging es mit Blaulicht in den Schaftnacher Weg nach Großschwarzenlohe. Ein Forstarbeiter war am Abend nicht heimgekommen und wurde im Wald vermisst. Nachdem die Suche mit der Wärmebildkamera begann, konnte der Gesuchte eingeklemmt unter einem Baum gefunden werden. Die nicht gerade einfache Rettung gelang den Jugendlichen problemlos. Um kurz nach Mitternacht konnte dann der verpasste Schlaf nachgeholt werden. Um halb sechs Uhr morgens war allerdings die Nacht vorbei! Alle mussten raus aus den warmen Betten und auch der Rüstwagen der Feuerwehr Wendelstein fuhr die Einsatzstelle an. In den Gibitzen hatten sich zwei Autofahrer ein illegales Rennen geliefert und einen Unfall gebaut. Während eine Person getürmt war, war der andere Fahrer in seinem VW-Golf eingeklemmt. Mit schwerem technischen Gerät schritten die Jugendlichen ans Werk. Man entschied sich für eine Tunnelrettung. Hierfür wurde mit dem hydraulischen Rettungssatz die Heckklappe und ein Teil des Daches entfernt, ehe der Verletzte mittels des Spineboards achsengerecht aus dem Auto geholt werden konnte. Der geflüchtete Fahrer konnte am nahen Gymnasium gefunden werden. Als alle Arbeiten beendet waren, ging die Sonne bereits über Wendelstein auf. Zurück in der Rangauhalle wurde man vom Duft von Eiern und Speck empfangen. Abschließend galt es die Halle und die Fahrzeuge zu reinigen, bevor alle erschöpft aber glücklich den Heimweg antreten konnten. Man freut sich schon auf das nächste Mal! Herzliches Dankeschön an alle Unterstützer!