Bereit für den Ernstfall
Bei klirrender Kälte verwandelt sich der Ludwig-Donau-Main-Kanal, der quer durch Röthenbach verläuft, in eine bezaubernde Winterlandschaft. Das Leben spielt sich dann auf dem Eis ab; ob es die ganz Jungen sind, die erste Versuche auf Schlittschuhen wagen oder die Älteren, die sich beim Eisstockschießen treffen. Doch die Eisfläche birgt auch Gefahren, auf die die Feuerwehr vorbereitet ist. Zum Jahresanfang bot sich die Gelegenheit wieder einmal eine Eisrettungsübung durchzuführen. Dem spontanen Ruf zur Übung folgten 24 Kameradinnen und Kameraden. Aufgeteilt in Gruppen wurden zwei Stationen absolviert. An der Praxis-Station wurden verschiedene Techniken erprobt, wie mit den örtlichen Mitteln eine Eisrettung umgesetzt werden kann. Wichtig ist hierbei vor allem die Eigensicherung und die Lastverteilung auf dem Eis. An der zweiten Station stand die medizinische Erstversorgung im Mittelpunkt. Bei Eisunfällen besteht Lebensgefahr. Die richtige Versorgung, beispielsweise wenn der Rettungsdienst noch nicht vor Ort ist, ist daher entscheidend. Zum Abschluss der Übung pflegten wir unsere Kameradschaft bei Leberkäs-Weggli und Tiramisu.
Die Bedeutung solcher Übungen bewies sich bereits einen Tag zuvor. Auf dem Eis zwischen den Schleusen 61 und 62 war eine Person gestürzt und hatte sich hierbei augenscheinlich schwer verletzt. An den Randbereichen war das Eis spiegelglatt, so dass der Rettungsdienst die Feuerwehr zur Unterstützung anforderte. Wir lagerten die Person auf unser Spineboard und schufen mit der Steckleiter eine schiefe Ebene, über die wir die Person auf den Treidelweg retten konnten.
Die Feuerwehr bittet darum, auf dem Eis keine Risiken einzugehen. Wenn das Eis zu dünn ist, sich Risse bilden oder Wasser schwallweise Austritt, dann soll der Kanal nicht betreten werden. Auch als Ersthelferin und Ersthelfer ist es wichtig, sich nicht selbst zu gefährden, sondern den Notruf 112 zu wählen.





































































































