Intensives Training für Atemschutzgeräteträger
Im April und Mai hatten wir die Möglichkeit in einem Einfamilienhaus in der Gudrunstraße, dass zeitnah abgerissen wird, intensiv zu üben. Der Fokus lag auf dem Einsatz der Atemschutzgeräteträger, denn dieser gehört zu den herausforderndsten und gefährlichsten Tätigkeiten bei der Feuerwehr.
Als erstes führten wir im April eine Einsatzübung durch, bei der die gesamte aktive Mannschaft unserer Wehr beteiligt war. Angenommen wurde ein Brand im Obergeschoss des Einfamilienhauses. Eine Person – unser Übungspuppe – hing aus dem Fenster, eine weitere Person stand auf dem Balkon und rief um Hilfe. Mithilfe von Disconebel wurde das Obergeschoss so verraucht, dass man kaum die Hand vor dem Gesicht erkennen konnten. Bei der Gudrunstraße handelt es sich um eine der engsten Straßen in Röthenbach. Links und rechts vom Löschfahrzeug bleiben nur wenige Zentimeter Platz. Die Führungskräfte priorisierten die zu bearbeitenden Aufgaben und teilten dementsprechend die Feuerwehrleute ein. Nach der Befehlsausgabe erfolgten viele Tätigkeiten parallel. Atemschutzgeräteträger gingen zur Menschenrettung ins Gebäude vor und die Person auf dem Balkon wurde über die Steckleiter gerettet. Im Verlauf der Übung wurde diese Leiter im Sinne der Anleiterbereitschaft als ein möglicher Fluchtweg für die Trupps im Innenangriff bereitgestellt. Ein Hydrant an der Kreuzung zur Nibelungenstraße wurde in Betrieb genommen und eine Schlauchleitung zum Löschfahrzeug verlegt. Darüber hinaus wurde eine Betreuungsstelle für Patienten und der Einsatz unseres Lüfters, zur Ventilation des Gebäudes, vorbereitet. Ein eingespielter Atemschutznotfall verlangte den Atemschutzgeräteträgern alles ab. Am Ende waren alle Teilnehmenden erschöpft, aber auch sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung.
Im Mai widmeten sich die Atemschutzgeräteträger erneut dem Gebäude. In kleinen Gruppen wurden Szenarien mehrfach durchgespielt. Was bei einer Einsatzübung nur von einer Person oder einen Trupp gemacht werden kann, wurde nun von jedem einmal ausprobiert. So wurde über Steckleiter in das Obergeschoss eingestiegen und Material hochgezogen, es konnten Türen im Inneren gewaltsam geöffnet und die Strahlrohrführung zum Kühlen der Rauchgase exerziert werden. Ebenso probte jede Gruppe die Maßnahmen bei einem Atemschutznotfall. Platt, aber um viele wertvolle Erkenntnisse reicher ging es für die Übenden zurück ins Gerätehaus, wo man auf den Rest der Mannschaft traf, die sich dem Thema CBRN gewidmet hatten. Das Verpflegungsteam zauberte ein herausragendes Abendessen und der Abend konnte kameradschaftlich ausklingen.
Ein großes Dankeschön geht an die Familie Fiegl, die uns ihr Haus gleich zweimal zum Üben zur Verfügung stellte. Übungen in Wohnhäusern unter solchen realistischen Bedingungen können wir nur selten durchführen. Umso größer ist der Mehrwert für unseren Übungsdienst. Wir konnten viele wichtige Erkenntnisse für zukünftige Einsätze mitnehmen.






















































































































